Archiv für die Kategorie ‘Historie’

W118, W119 und W122: Die Vorreiter des Baby-Benz

Dienstag, 01. Juni 2010

Heute spielen die Klein- und Kompaktwagen für alle Hersteller eine immense Rolle. Bei Mercedes-Benz gewinnen smart, A-, B- und C-Klasse eine immere größere Bedeutung und Beliebtheit. Für die Stuttgarter begann der Erfolg der Kompakten mit dem Start des “Hundertneunzigers”, also der Baureihe W201, im Jahr 1982. Jedoch war dies bei weitem nicht der erste Wurf in Richtung “Baby Benz”.

Designmodell für eine eventuelle Mercedes-Benz Baureihe 122 Mitte der 1950er Jahre

Moderne Klassiker: Die S-Klasse Limousinen der Baureihe W140

Sonntag, 30. Mai 2010

Mercedes-Benz Typen 300 SD und 300 SE 2.8. Die S-Klasse Limousinen der Baureihe 140 wurden von 1991 bis 1998 gebaut. Das Foto zeigt Fahrzeuge vor der im Jahr 1994 erfolgten Modellpflege.

Als Mercedes-Benz 1991 die Limousinen seiner neuen S-Klasse vorstellt, setzen diese klare Signale: Aufgrund ihrer Größe und ihres Designs haben sie einen imposanten Auftritt, gepaart mit höchstem Komfort sowie opulenten Raumverhältnissen im Interieur. Sicherlich sind diese Attribute einer Mercedes-Benz S-Klasse angemessen. Und doch ist diese Baureihe 140 bei ihrem Erscheinen nicht unumstritten: Sie sei zu groß geraten, monieren Kritiker, was im Alltag Nachteile bringe und zudem nicht mehr zeitgemäß sei.

Moderne Klassiker: Die Mercedes-Benz Kompaktklasse der Baureihe W201

Freitag, 07. Mai 2010

Mercedes-Benz Baureihe W 201 in den Modellen 190, 190 E, 190 D und 190 E 2,3-16 (von links).

Mercedes-Benz Baureihe W 201 in den Modellen 190, 190 E, 190 D und 190 E 2,3-16 (von links).

Mit großer Spannung erwartete die Fachpresse und Öffentlichkeit den 8. Dezember 1982: an diesem Tag präsentierte Daimler-Benz seine neue Kompaktklasse genannte Baureihe W201. Sie folgte keiner Vorgängerbaureihe, sondern ergänzte neben S- und E- Klasse das Pkw-Programm um eine dritte Limousine – damals eine Sensation. Werden auch SL-Klasse und G-Klasse mitgerechnet, ist sie die fünfte Personenwagen-Modellreihe von Mercedes-Benz und läutet damit die Modelloffensive der Marke ein. Anfangs gibt es zwei Motorisierungen der kleinen Limousine, den 190 (Vergaser) und den 190 E(inspritzer), 190 D(iesel) und 190 E 2.3-16 erweitern 1983 sowie 1984 die Modellpalette.

Die Mercedes-Benz Heckmotorfahrzeuge der 1930er Jahre

Donnerstag, 18. März 2010

Typ 170 H (W28), 1936 bis 1939 und Typ 130 (W23), 1934 bis 1936

Typ 170 H (W28), 1936 bis 1939 und Typ 130 (W23), 1934 bis 1936

1934 wagt Mercedes-Benz sich mit einem revolutionären Fahrzeugkonzept in die Öffentlichkeit, dem Typ 130. Denn ein Wagnis ist es: Einen serienmäßigen Heckmotorwagen hat es in der Markengeschichte bisher noch nicht gegeben. Und selbst in der damals knapp 50 Jahre umfassenden Automobilhistorie hat es noch nicht viele Heckmotorfahrzeuge gesehen.

Ausgangspunkt für die Entwicklung des Typ 130 ist die allgemein schwierige Wirtschaftslage zu Beginn der 1930er Jahre und zudem die erhoffte Massenmotorisierung, an der alle Automobilhersteller teilhaben möchten. Das fordert sie geradezu heraus, kleinere und preisgünstige Fahrzeuge zu entwickeln – insbesondere die Marke Mercedes-Benz, stellt sie bisher doch vor allem noble und teurere Fahrzeuge her. In Deutschland wird zunehmend das Thema des Volkswagens prägend, eine Bezeichnung, die damals eine Gattung und gewünschte Ausrichtung benennt und nicht ein bestimmtes Fahrzeug.

Moderne Klassiker: Der Mercedes-Benz SL der Baureihe R129

Freitag, 05. März 2010

Star der Messe: Der Mercedes-Benz SL (R129) auf dem Genfer Automobilsalon 1989.

Star der Messe: Der Mercedes-Benz SL (R129) auf dem Genfer Automobilsalon 1989.

Nicht wenige Fahrzeuge von Mercedes-Benz sind vom Start weg moderne Klassiker. Jedes Modell der SL-Reihe gehört dazu: Sie wird im Jahr 1954 vom 300 SL der Baureihe W198 begründet, der vom Unternehmen ausdrücklich als Tourensportwagen bezeichnet wird. Die vierte SL-Generation ist die Baureihe R129, die von 1989 bis 2001 gebaut wird – und die beispielsweise mit ihrem Design und ihren vielen Innovationen Maßstäbe setzt.

Februar 1935: Premiere des Mercedes-Benz 150 Sport-Roadster

Montag, 01. Februar 2010

Sportwagen mit Mittelmotor: Mercedes-Benz 150 Sport-Roadster, Baujahr 1935 (Baureihe W 30, 1934 bis 1936).

Sportwagen mit Mittelmotor: Mercedes-Benz 150 Sport-Roadster, Baujahr 1935 (Baureihe W 30, 1934 bis 1936).

Im Februar 1935 präsentiert die damalige Daimler-Benz AG auf der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung (IAMA) in Berlin den Mercedes-Benz 150 Sport-Roadster (Baureihe W30). Die Neuheit ist als kompakter Sportwagen im Modellprogramm platziert, mit dem Potenzial einer größeren Serie – doch es werden letztlich nur sehr wenige Exemplare gebaut – die genaue Zahl ist unbekannt.

Der Typ 150 gehört zu einer Reihe markanter Mercedes-Benz Fahrzeuge der frühen 1930er Jahre, die vor dem Hintergrund der damals allgemein schwierigen Wirtschaftslage mit der Zielsetzung entstehen, das Produktportfolio nach unten hin abzurunden. Zugleich sind sie Beispiele für die konsequente Umsetzung innovativer Fahrzeugkonzepte in der langen Historie der Daimler AG.

Moderne Klassiker: Die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W126

Donnerstag, 28. Januar 2010

440679_725876_2811_2103_33691680f97Im September 1979 präsentiert Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt die neue S-Klasse der Baureihe W126. Sie überzeugt vom Start weg und rangiert während ihrer gesamten Laufzeit bis 1991 weltweit in den Zulassungsstatistiken für Oberklasse-Fahrzeuge ganz vorn. Zahlen belegen den Erfolg der Baureihe beispielhaft: In den USA ist noch die eindrucksvolle Zahl von gut 127.000 Fahrzeugen (Stand: September 2009) der Baureihe 126 zugelassen. In den europäischen Märkten Deutschland, Frankreich, Italien und Niederlande zusammen sind es knapp 28.000 Stück.

Das unterstreicht zugleich die Langlebigkeit dieser Baureihe. Laufleistungen von mehreren hunderttausend Kilometern sind kein Einzelfall. Sämtliche Komponenten sind auf hohe Beanspruchung und eine lange Lebensdauer ausgelegt. Viele Kunden halten ihr Fahrzeug der Baureihe W126 über mehrere Jahre und schätzen diese Konstante und die Verlässlichkeit – bis heute. Dabei hilft die perfekte Ersatzteilversorgung: Nahezu jedes Teil ist über die Mercedes-Benz Serviceorganisation nach wie vor erhältlich. Das alles macht die S-Klasse der Baureihe W 126 zu einem begehrenswerten Klassiker.

Moderne Klassiker: Die Baureihe 123

Freitag, 27. November 2009
Drei Freunde: Coupé, Limousine und T-Modell der Mercedes-Benz Baureihe 123 (1975 bis 1985) im Gruppenbild.

Coupé, Limousine und T-Modell der Baureihe 123 (1975 bis 1985)

Die Limousinen der Baureihe 123 gehören zu den Alltagsikonen von Mercedes-Benz. Bis heute: Es gibt kaum ein Land, in dem nicht noch eine erhebliche Anzahl von Fahrzeugen dieser Baureihe im Straßenverkehr unterwegs ist – und das, obwohl die letzten Exemplare im Jahr 1985 vom Band gelaufen sind. In Deutschland gibt es noch rund 33.000 Stück, in den USA gut 106.000 Fahrzeuge. Das spricht für die Langlebigkeit der Baureihe in jeder Hinsicht: Seinerzeit hat sie Maßstäbe gesetzt beispielsweise in punkto Qualität, Komfort, Sicherheit und Design – was sich in keinem Punkt abgenutzt hat. Denn wer heute eine Limousine etwa der Typen 200 D, 230 oder 280 E fährt, erlebt in ihr nach wie vor alle Werte der Marke Mercedes-Benz. Das Motorenprogramm ist umfangreich, es reicht vom kleinsten Diesel im Typ 200 D mit 40 kW bis zum Ottomotor-Typ 280 E mit 130 kW. Für die meisten Ottomotor-Typen sind Nachrüst-Abgaskatalysatoren erhältlich, so dass man eine in Deutschland gültige grüne Feinstaubplakette erhält.

Moderne Klassiker: Die Mercedes-Benz Mittelklasse der Baureihe W124

Donnerstag, 29. Oktober 2009
Großfamilie: Die Baureihe 124 von Mercedes-Benz bietet für jeden Geschmack die richtige Karosserie. Zu Coupé, Limousine und T-Modell (von vorn) kommt später noch das Cabriolet dazu.

Großfamilie: Die Baureihe 124 von Mercedes-Benz bietet für jeden Geschmack die richtige Karosserie. Zu Coupé, Limousine und T-Modell (von vorn) kommt später noch das Cabriolet dazu.

Mercedes-Benz stellt die Limousinen der Baureihe 124 im November 1984 vor und fasziniert damit Fachwelt und Öffentlichkeit gleichermaßen. Doch es wird nicht bei dieser einen Premiere vor 25 Jahren bleiben. Vielmehr begleitet eine ganze Reihe solcher erster Schritte das Leben der Baureihe, die bis 1997 gebaut wird und im Winter 2009 nun den Schritt zum Young Classic macht: Die Baureihe 124 firmiert von 1993 an als erste E-Klasse, sie ist schon 1985 das erste Fahrzeug von Mercedes-Benz mit dem automatischen Allradantrieb 4MATIC, und 1990 erscheint der Mercedes-Benz 500 E als erster Typ der mittleren Baureihe mit V8-Motor. Solche Ausrufezeichen strukturieren die Biografie dieser Baureihe, die mit Limousine, T-Modell, Coupé und Cabriolet sowie Fahrgestellen und Langlimousine auftritt und so gleich sechs Hauptdarsteller für die Modelloffensive von Mercedes-Benz liefert.