Okt14
2011
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Auf dem Weg zur Agritechnica 2011: der Mercedes-Benz Unimog U 400 - U 500

Auf dem Weg zur Agritechnica 2011: der Mercedes-Benz Unimog U 400 - U 500

Vom 15. bis 19. November findet in Hannover die Agritechnica – die weltgrößte Fachmesse für Landtechnik statt. Die veranstaltende Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) rechnet mit einer um über zehn Prozent gestiegenen Ausstellerzahl, darunter mit vielen Firmen, die zum ersten Mal ihre Produkte und Dienstleistungen hier anbieten. 

Das Ausstellungsprogramm umfasst Landtechnik, landwirtschaftliche Betriebsmittel und Management für den Pflanzenanbau von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte.

Vor zwei Jahren waren 355.000 Besucher zur Agritechnica gekommen, und auch für 2011 wird mit einem derartigen Zuspruch gerechnet. Auf mehr als 300.000 m² Fläche werden rund 2.600 Anbieter ausstellen – eine rundum ideale Plattform zu einer für die Landwirte günstigen Jahreszeit.

So bildet die Agritechnica den Treffpunkt aller mit der Landwirtschaft befassten Berufsgruppen, neben den Landwirten auch Verantwortliche und Mitarbeiter der Maschinenringe und von Dienstleistern und Lohnunternehmen in der Landwirtschaft und der Landschaftspflege. Außerdem ist die Agritechnica auch zu einer Messe für Kommunaltechnik geworden. Der Grund: Viele Dienstleister und Landwirte lasten ihre Betriebe in der Winterzeit mit kommunalen Aufträgen im Winterdienst und in der Landschaftspflege aus. Das führt dazu, dass die Messe auch von Repräsentanten der Kommunen und der Landesbehörden besucht wird, vor allem aus dem norddeutschen Raum.

In Halle 9 können sich die Besucher bei den Fahrzeugherstellern der Branche umfassend informieren. Der Bereich Mercedes-Benz Special Trucks präsentiert auf einem ca. 320 m² großen Messestand (Standnummer C 27) folgende Exponate: einen Unimog U 500 mit 210 kW (286 PS) in Agrarausführung aus der Baureihe der professionellen Geräteträger, einen Unimog U 5000 mit 160 kW (218 PS) aus der Reihe der hochgeländegängigen Unimog sowie einen geländegängigen „Hauben-Lkw“ Zetros 1833A/4×4 mit 240 kW (326 PS) als Agrologistikfahrzeug.

Ein Mercedes-Benz Unimog U 400 - U 500 bei der Arbeit in der Landwirtschaft

Ein Mercedes-Benz Unimog U 400 - U 500 bei der Arbeit in der Landwirtschaft

Die moderne Landwirtschaft ist geprägt von permanent steigenden Transportleistungen: 500 Millionen Tonnen Güter jährlich transportieren Agrarbetriebe in Deutschland über immer größere Entfernungen. Das findet meist unter hohem Zeitdruck statt, denn in keiner Branche hat der Begriff der Saisonarbeit einen so hohen Stellenwert.

Getreide, Rüben, Mais, Kartoffeln oder Sonderkulturen wie Erdbeeren werden in einem sehr engen Zeitfenster vom Feld zur Vermarktung oder Weiterverarbeitung gebracht. So ist mit Zuckerrüben als Ladung eine durchschnittliche Entfernung von 90 Kilometern zurückzulegen, mit Körnermais, Getreide und Kartoffeln 20 bis 30 Kilometer. Eine immer größere Bedeutung erlangt außerdem der Transport von Biomasse in Form von Mais und Gras in zentral gelegenen Siloanlagen, wo die Grundstoffe vergären und zu „Nahrung“ für Biogasanlagen umgewandelt werden. Das Gärsubstrat findet als Düngemittel den Weg wieder zurück auf das Feld. Solche Transporte führen häufig spezialisierte Lohnunternehmen durch, da sie im Gegensatz zum landwirtschaftlichen Betrieb über eine entsprechende Logistik verfügen. Mit dem Unimog und dem Zetros bietet Mercedes-Benz zwei exakt auf die Agrologistik zugeschnittene Fahrzeuge an.

Ein unabhängiger Test der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit dem Mercedes-Benz Unimog aus der Baureihe der Geräteträger hat gerade jetzt dessen Wirtschaftlichkeit belegt. In diesem Test erreichte ein Unimog U 500 mit dreiachsigem Anhänger (Zuggesamtgewicht 39 Tonnen) bei voller Auslastung einen optimalen Verbrauchswert und das sowohl bei der Fahrt über Bundesstraßen wie auch auf der Autobahn, für die der Unimog bekanntlich uneingeschränkt tauglich ist. Das in der Agrologistik wichtige Befahren von Feldern erleichtert beim Unimog die auf Wunsch lieferbare Reifendruckregelanlage, was in dem Test ebenfalls positiv vermerkt wird. Dank der klassisch guten Eigenschaften des Unimog im Gelände läuft auch der Ladevorgang auf dem Feld völlig unproblematisch ab.

Das relativ geringe Eigengewicht des Unimog U 500 ermöglicht eine hohe Nutzlast bis zum Erreichen des zulässigen Gesamtgewichtes von 15 Tonnen, mit zwei zweiachsigen Anhängern wird die gesetzlich zugelassene Transportlänge von 18 Metern exakt ausgeschöpft. Bei einem Gesamtzuggewicht von 39 Tonnen wird mit 24 Tonnen Zuladung nahezu die Nutzlast eines Sattelzuges erreicht. Das elektropneumatische Getriebe – auf Wunsch automatisiert – ist auf Straßenbetrieb abgestimmt und sorgt zusammen mit den Motoren aus der Lkw-Großserie für niedrigen Kraftstoffverbrauch. Auch das haben unabhängige Tests ergeben. So ermittelte die DLG sehr gute Verbrauchswerte für einen Unimog U 400 als Zugmaschine vor einem 21 Tonnen schweren Tandemanhänger, nämlich den Spitzenwert von knapp 19 Litern pro Betriebsstunde. Nicht zuletzt schätzen die Fahrer den Lkw-Komfort des Unimog, die gute Sicht auf den Arbeitsbereich, die optimale Gerätebedienung und die einfach zu handhabende Schaltung.

Die sprichwörtliche Vielseitigkeit des Unimog hilft dem Landwirt oder dem Lohnunternehmer die umsatzschwache Jahreszeit mit der Übernahme kommunaler Dienstleistungen zu überbrücken – hier ist das Universalmotorgerät (Unimog) als Geräteträger von je her in seinem Element. In den ruhigeren Wintermonaten bieten sich Schneeräumung und Glättebekämpfung und in der Übergangszeit Grünpflegearbeiten an. Bis zu 4 Anbauräume, Schnellwechselbarkeit der Geräte, Wendigkeit, hervorragende Fahreigen­schaften sowohl im Gelände als auch bei Schnee und Eis dank permanentem Allradantrieb und Portalachsen schlagen beim Unimog ebenso zu Buche wie die guten Eigenschaften im Straßenbetrieb.

Wie alle Fahrzeuge von Mercedes-Benz sind auch die Unimog in einem umfassenden Konzept konsequent auf Sicherheit ausgerichtet. Optimale Rundumsicht aus dem Freisichtfahrerhaus des Unimog U 300/U 400/U 500, die freie Sicht in alle Richtungen dank insgesamt fünf Spiegeln, ideale Sitzposition des Fahrers, um sowohl Kreuzungen einzusehen wie auch vorn montierte Geräte im Blick zu haben, tragen zur Entlastung des Fahrers bei. Ein Bremssystem mit 4-Kanal-ABS sowie der automatisch-lastabhängigen Bremse (ALB) zur Regelung der Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sorgen für Fahrsicherheit. Und auch der Komfort stimmt: Der Unimog unterschreitet die gesetzlichen Vibrationsgrenzwerte beim Mähen und im Winterdienst, ein wichtiger Aspekt der Fahrerentlastung. Dank kurzem Vorbaumaß können die meisten Frontgeräte ohne zusätzliche Maßnahmen mitgeführt werden, und die günstige Achslastverteilung sorgt für ein spurtreues Lenkverhalten auch bei schlechten Fahrbahnverhältnissen. Komfortsitze mit 3-Punkt-Gurten und integrierte Kopfstützen garantieren in der nach ECE R29 geprüften Kabine einen Insassenschutz auf Lkw-Niveau.

Mercedes-Benz Zetros

Mercedes-Benz Zetros

Der Mercedes-Benz Zetros, ein Haubenfahrzeug mit imposantem Auftritt, verfügt ebenfalls über ein spezielles Off-Road-Fahrwerk (Außenplanetenachsen, robuster und verstärkter Leiterrahmen) und kann zudem auf Grund seiner Fahrerhausposition zwischen den Achsen und der gleichmäßigen Achslastverteilung mit besonders ruhigem Fahrverhalten in unwegsamem Gelände aufwarten. Im Antriebsstrang arbeiten ein vollautomatisches Wandlergetriebe und ein zweistufiges Verteilergetriebe mit Geländeuntersetzung. Der Reihensechszylinder (OM 926 LA) leistet 240 kW (326 PS).

Den Mercedes-Benz Zetros gibt es in zwei- und dreiachsiger Ausführung. Seine Einsatzfelder sind überwiegend im Feuerwehreinsatz, Energiesektor, Expeditionseinsatz und jetzt auch in der Landwirtschaft angesiedelt. Unabhängige Untersuchungen der FH Soest bescheinigen dem Zetros höchste Wirtschaftlichkeit im Transport, geringen Kraftstoffverbrauch und eine gute Bodenschonung. Neueste Messungen belegen auch den einzigartigen Komfort der Fahrerkabine. Der Zetros erfüllt außerdem die Lkw-Standards in Punkto Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Geräuschemissionen. Das großzügige Fahrerhaus bietet Platz für bis zu drei Personen, auf Wunsch eine Klappliege und einen Arbeitsplatz, der bei allen Witterungsbedingungen Mensch und Ausrüstung schützt. Auch der An- und Aufbau von Geräten ist beim Zetros möglich. Der stabil gestaltete Rahmenkopf nimmt Frontgeräte auf, wobei die Achslast 7,5 Tonnen und in Sonderausstattung auch 9 Tonnen beträgt.

Eine typische Anwendung in der Agrologistik stellt dieser Unimog U 500 mit 210 kW (286 PS) aus der Baureihe der Geräteträger dar. Die hydraulische, über Öldruck angetriebene Zapfwelle ist im Gegensatz der ebenfalls angebotenen mechanisch betriebenen stufenlos verstellbar und gibt eine Leistung von rund 100 kW an die Geräte weiter. Die Zapfwelle stammt von der Fa. AS-Baugeräte ebenso wie der Kornkipper mit seinem besonders hohen Ladevolumen. Zusammen mit einem dreiachsigen oder zwei zweiachsigen Anhängern lässt sich mit diesem Unimog ein höchst effektiv arbeitender Zug für landwirtschaftliche Transporte bilden. Beim Zuggesamtgewicht von 39 Tonnen bleibt eine Nutzlast von 24 Tonnen.

Häufig wird die hochgeländegängige Baureihe U 4000/U 5000 im Pflanzenschutz eingesetzt. Der Unimog ist mit einer Aufbauspritze der Firma Dammann ausgestattet, die 4000 Liter fasst und eine Arbeitsbreite von bis zu 36 Metern verwirklichen kann. Die neu verfügbare Reifendimension 495/70R24 verbessert die ohnehin hohe Bodenfreiheit des U 5000 und ermöglicht die Überfahrt von hohen Pflanzenbeständen. Das Fahrzeug ist mit einer Reifendruck­egelanlage ausgestattet, die eine bodenschonende Befahrung der Ackerflächen auch unter schwierigen Bedingungen erlaubt. Dank des kurzen Radstandes von 3,25 m ist die Fahrzeugkombination besonders wendig.

Feiert auf Agritechnica 2011 Premiere: der Mercedes-Benz Zetros

Feiert auf Agritechnica 2011 Premiere: die zweiachsige Ausführung des Mercedes-Benz Zetros von der Firma Bruhns

Premiere auf der Agritechnica 2011 feiert der Mercedes-Benz Zetros. Die zweiachsige Ausführung 1833A/4×4 ist von der Firma Bruhns als Zugmaschine für Transportaufgaben in der Landwirtschaft konzipiert und exakt auf das Ziehen spezieller landwirtschaftlicher Anhänger abgestimmt. Das Haubenfahrzeug verbindet in der Landwirtschaft benötigte Zugkraft und Geländegängigkeit mit der Wirtschaftlichkeit eines Lkw. Bei einem Leergewicht von 8,1 Tonnen und einem Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen bietet der Zetros eine hohe Nutzlast.

Der 240 kW (326 PS) starke Motor und die sechsstufige vollautomatische Wandlergetriebe ermöglichen langsames Fahren auf dem Feld ebenso wie schnelles Fahren auf der Straße. Der Wandlervollautomat erleichtert dabei die Arbeit und erhöht die Wirtschaftlichkeit. Das zweistufige Verteilergetriebe bietet die jeweils optimale Übersetzung. Zudem ist der Zetros mit einer vom Fahrersitz aus steuerbaren Reifendruckregelanlage ausgestattet. Ein weiterer Vorteil: Da die Geschwindigkeit elektronisch auf 60 km/h begrenzt ist, kann der Zetros als landwirtschaftliches Zugfahrzeug mit dem Führerschein der Klasse T gefahren werden.

Fotos: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Freitag, den 14. Oktober 2011 um 12:35 Uhr  |  4.013 Besuche

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