Mai08
2019
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Goodbye America – smart zieht sich aus Kanada und den USA zurück

Goodbye America – smart zieht sich aus Kanada und den USA zurück

Zum Ende des laufenden Modelljahres wird smart aufgrund zu geringer Nachfrage den nordamerikanischen Markt aufgeben. Der Verkauf der des Stadtautos wird in den USA und Kanada dann eingestellt. Alle Versuche, den City-Flitzer zu etablieren sind gescheitert. Smart hat den Sprung vom kuriosen Kleinstwagen zum ernsthaften Öko-Auto nicht geschafft.

1994 startete smart um die Herzen der urbanen Autofahrer zu erobern. Obgleich der Absatz am Anfang recht gut war, ging er doch über die Jahre immer weiter zurück. Daran änderten auch die verschiedenen Modellvarianten wie Cabriolet und später der Viertürer nichts. Bis zum Jahr 2009 sanken die Verkäufe weltweit um 18,1 Prozent auf 113.900 Fahrzeuge.

Bis heute ist der smart-Absatz weltweit weiter rückläufig. Im März 2019 hatte smart lediglich noch 90 Fahrzeuge in den USA verkauft. Nun erfolgt der Rückzug aus Nordamerika: Zum Ende des laufenden Modelljahres wird der Verkauf des Stadtautos in den USA und Kanada aufgrund zu geringer Nachfrage eingestellt.

2008 ist smart in Amerika nach einer öffentlich und medial viel beachteten Einführung mit knapp 25.000 Neuzulassungen gestartet. Diese Bestmarke konnte später nicht mal mehr ansatzweise erreicht werden. Schon im Folgejahr interessierten sich nur noch knapp 15.000 Amerikaner für den Zweisitzer, zuletzt waren die Zahlen nur noch vierstellig. Auch der 2017 eingeleitete Wandel zur reinen Elektromarke – die Verbrennervarianten wurden vom Markt genommen – konnte die Marke offenbar nicht retten.

Einer der Gründe für das Scheitern von smart könnten die anhaltend niedrigen Spritpreise in den USA sein, die die Käufer weiterhin zu großen und schweren SUV und Pick-ups mit konventionellen Motoren greifen lassen. Auch in der Elektro-Nische sind geräumigere Modelle gefragt als der 2,70-Meter-Mini.

Die Zukunft sieht smart indessen in China. Die kommende, von Anfang an nur noch als Elektroauto angebotene Generation, wird gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Geely gebaut und ab 2022 vor Ort und auf dem Weltmarkt vermarktet. Die USA bleiben davon wohl ausgenommen. Dort wird Mercedes-Benz stattdessen künftig mit Elektro-SUV wie dem EQC antreten.

Fotos: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Mittwoch, den 08. Mai 2019 um 00:05 Uhr  |  485 Besuche

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