Sep23
2016
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Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Mit dem eCanter präsentiert Fuso auf dem Daimler Messestand in Halle 14/15 auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 die dritte Generation des weltweit ersten rein elektrisch angetriebenen leichten Lkw. Damit verkündet Fuso den Start einer Kleinserie, die ab 2017 an Kunden in Europa, den USA und Japan ausgeliefert wird. Der Fuso eCanter ist die konsequente Weiterentwicklung des Fuso Canter E-Cell, die sich nicht nur optisch sondern auch technisch vom Vorgängermodell unterscheidet. Der neue Fuso eCanter profitiert von den umfangreichen Erkenntnissen der Kundenerprobungen in Portugal und Deutschland mit der zweiten Generation. Dafür wurde der Antrieb in seiner Leistung weiterentwickelt mit gesunkenen Technologiekosten für Batterien und Komponenten.

Im neuen eCanter wird ein neuer Permanent-Synchron-Elektromotor mit einer beachtlichen Leistung von 185 kW sowie einem Drehmoment von 380 Nm verwendet. Die Kraft wird in bewährter Weise über ein Einganggetriebe auf die Hinterachse übertragen.

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Das Premierenfahrzeug auf der IAA verfügt über eine Batteriekapazität von 70 kWh. Je nach Aufbau, Beladung sowie Einsatzprofil ist damit eine Reichweite von mehr als 100 km ohne stationäres Nachladen möglich. Die Batterien verteilen sich auf fünf Pakete: eines mittig im Rahmen unmittelbar hinter der Kabine sowie jeweils zwei weitere links und rechts des Rahmens. Es handelt sich um wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterien. Damit einhergehen eine hohe Lebensdauer, große Effizienz vor allem bei hohen Außentemperaturen sowie eine kompakte Bauweise der Batteriepakete. Trotz der Gewichte der Batteriepakete verfügt der Fuso eCanter dennoch über eine herausragende Gewichtsbilanz: Die Fahrgestell-Tragfähigkeit des 7,49-Tonners beläuft sich auf 4,63 t für Aufbau und Ladung.

Für die anstehende Kleinserie sind individuelle Batteriesätze mit drei bis sechs Batteriesets à 14 kWh geplant. Damit lässt sich der eCanter an die jeweiligen Kundenbedürfnisse in puncto Reichweite, Preis und Gewicht anpassen. Dieses Konzept basiert auf der Erfahrung, dass manche Kunden weniger Reichweite, dafür aber mehr Zuladung benötigen, während andere zugunsten von mehr Reichweite (mehr Batteriesets) auf Zuladung verzichten können. Ebenso individuell sind die Lademöglichkeiten: Innerhalb einer Stunde auf 80 Prozent Kapazität mit Gleichstrom an einer Schnellladestation, alternativ in sieben Stunden auf 100 Prozent mit Wechselstrom. Künftig wird auch eine Schnellladung mit 170 kW in nur einer halben Stunde möglich sein, das bedeutet 80 Prozent Batteriekapazität. Geladen wird mit dem genormten Combo-2-Stecker (auch CCS genannt).

Das Ausstellungsfahrzeug präsentiert sich mit einem attraktiven indivi­duellen Design, mit LED-Scheinwerfern sowie eigenständig gestaltetem Grill und Stoßfänger und einem neu gestalteten Interieur inklusive zentralem, herausnehmbarem Tablet. Die breite Comfort-Kabine ist in blaumetallic lackiert, die vollverkleideten Seiten sind in anthrazitgrau mit einem blauen LED Band durchzogen. Ein begehbarer Glasboden im Kofferaufbau des Messefahrzeugs gibt den Blick frei auf Antriebseinheit und Batterien.

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

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Der Fuso eCanter wird mit seinem lokal emissionsfreien Antrieb nicht nur die Innenstädte von Abgas- und Geräuschemissionen entlasten, sondern auch wirtschaftlich eine attraktive Alternative zum Dieselmotor darstellen. Aufgrund gesunkener Technologiekosten kann der eCanter bei Marktstart zu einem wettbewerbsfähigen Preis angeboten werden, der sich – bedingt durch niedrigere Betriebskosten im Vergleich zu einem vergleichbaren Dieselmodell – bereits in etwa drei Jahren für den Kunden amortisieren kann.

Die Ergebnisse eines einjährigen Praxistests mit der zweiten Generation des Fuso Canter E-Cell haben gezeigt, dass sich mit dem Fahrzeug rund 1.000 Euro auf 10.000 km im Vergleich zu einer Dieselversion sparen lassen. Ergänzt um etwa 30 Prozent niedrigere Wartungskosten liefert Fuso eine wirtschaftliche Lösung für seine Kunden. Damit haben sich diese Fahrzeuge für den täglichen Einsatz im Kurzstrecken-Lieferverkehr und innerstädtischen Transport bewährt.

Fuso ist neben Mercedes-Benz und Freightliner die dritte Marke von Daimler Trucks. Der Hauptsitz und das größte Werk sind in Kawasaki nahe Tokio angesiedelt. Der Fuso Canter für europäische Märkte kommt aus dem Werk in Tramagal, Portugal. Fuso ist führender Hersteller bei „grünen“ Leicht-Lkw und blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung elektrischer Antriebe zurück. So startete die Serienproduktion des Canter Eco Hybrid bereits im Jahr 2006, seit 2012 wird die zweite Generation gefertigt. Auf der IAA 2010 präsentierte Fuso die erste Generation des elektrisch angetriebenen Canter E-Cell, 2014 folgte die zweite Generation. Der vollelektronische Fuso eCanter, der dieses Jahr seine Weltpremiere auf der IAA feiert, stellt die dritte Generation dar und wird bereits 2017 in Kleinserie produziert werden.

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Vollelektrisch: Der neue Fuso eCanter ab 2017 in Kleinserie

Weitere Informationen zum Fuso eCanter finden Sie hier.

Fotos: Daimler AG

www.mercedes-seite.de

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Freitag, den 23. September 2016 um 00:05 Uhr  |  658 Besuche

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