Feb16
2021
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Bald beginnt wieder die Cabriosaison

Bald beginnt wieder die Cabriosaison. Egal, ob Klassiker oder Neuwagen: die richtige Versicherung ist Pflicht!

In Deutschland sind circa zwei Millionen Cabrios zugelassen – vom Oldtimer bis zum Elektro-Cabriolet – Tendenz steigend. Und gerade, wenn es draußen wieder wärmer wird, kommt bei vielen Autofahrern der Wunsch nach einem Auto „oben ohne“ auf. 

Cabrios sind in der Anschaffung meist teurer als ihre vergleichbaren Coupémodelle mit fixem Dach. Bei den laufenden Kosten sind die Unterschiede aber nicht groß, die Kfz-Steuer ist abhängig vom Antrieb und fällt daher bei derselben Motorisierung gleich aus. Und die Kfz-Versicherung ist beim Offenen meist sogar günstiger, der Grund dafür ist die Typklasse. Diese ist ein Merkmal, nach denen Versicherungen das Schadensrisiko und damit die Höhe der Prämien berechnen. 
 
Fallen bei einem bestimmten Modell besonders viele Schäden (egal ob Unfälle, Einbrüche oder Diebstähle) an, landet dieser in einer hohen Typklasse. Viele offene Fahrzeuge haben aber niedrige, also günstige Typklassen, da ihre Halter diese häufig nur als Zweitwagen bewegen bzw. nur während der warmen Jahreszeit fahren und das Cabrio nachts nicht auf der Straße abstellen. Aber bedenken muss man, dass Cabrios beliebtes Diebesgut sind. Daher sollte man bei der Versicherung des Offenen nicht sparen. Gerade bei Softtops, also bei Textilverdecken, kommt es gerne zu Einbrüchen, indem einfach das Verdeck aufgeschlitzt wird. Aber auch der Neidfaktor spielt eine Rolle – daher werden Cabrios immer wieder Opfer von Vandalismus.
 

Teilkasko oder Vollkasko?

 
Mit einer Teilkasko sind zwar Schäden durch Sturm, Hagel oder Diebstahl versichert. Komplizierter ist es bei Vandalismusschäden: Steht der Schaden nicht in direktem Zusammenhang mit einem Diebstahl (z.B. Lackzerkratzungen oder Schnitte im Verdeck), kommt die Teilkaskoversicherung dafür nicht auf. 
 
Wurden Gegenstände aus dem Cabrio gestohlen, handelt es sich versicherungstechnisch um einen Einbruch. Hier wird der Schaden nur von der Teilkasko übernommen, wenn es sich um einen festverbauten Gegenstand handelt (z.B. das Radio). Wenn es sich um einen nicht festverbauten Gegenstand handelt (bspw. das Handy, was im Auto lag), wird dieser in der Regel von der Hausratversicherung übernommen. Wurde beim Einbruch auch das Verdeck ruiniert, wird der Schaden von der Teilkasko übernommen. Wichtig ist im Allgemeinen, das beim Abstellen des Fahrzeugs immer Verdeck und Fenster geschlossen werden. Andernfalls kann der Versicherungsschutz durch grobe Fahrlässigkeit verloren gehen. 
 
Eine Vollkaskoversicherung bietet mehr Leistungen als die Teilkaskoversicherung – und kann sogar günstiger sein. Das liegt am Schaden­freiheits­rabatt: Im Gegen­satz zur Teil­kasko machen sich die schaden­freien Jahre bei der Vollkasko als Rabatt bemerkbar: je mehr schadenfreie Jahre ein Auto­fahrer hat, desto günstiger wird seine Vollkaskoversicherung. Bei Cabrios kommt hinzu, dass der Teilkasko-Beitrag aufgrund des höheren Diebstahl- und Einbruchs­risikos generell sehr hoch ist. Daher lohnt sich stets ein genauer Vergleich von Voll- und Teilkasko. Denn neben Typklassen bestimmen noch zahlreiche weitere Faktoren, wie hoch die Prämie ausfällt, z.B. Deckungssummen, Werkstattbindung oder Regelung bei grober Fahrlässigkeit. Nicht immer ist das günstigste Angebot auch das beste!
 

Saisonkennzeichen hilft beim Sparen

 
Kfz-Steuer und Versicherung fallen nur für den Zulassungszeitraum an. Wird das Cabrio also nur in der warmen Jahreszeit bewegt, lohnt sich ein Saisonkennzeichen (etwa von April bis Oktober). Die Prämie wird dann dem verkürzten Zulassungszeitraum angepasst. Die Zulassungsstellen erteilen Saisonkennzeichen für mindestens zwei und höchstens elf Monate. Wer sein Auto für  sechs Monate oder mehr zulässt, kann auch weiterhin vom jährlich wachsenden Schadenfreiheitsrabatt profitieren. Für die Standzeit im Winter hat des Fahrzeugs einen beitragsfreien Haftpflicht- und Teilkaskoschutz. Wichtig ist aber, dass das Cabrio in dieser Zeit nicht im öffentlichen Straßenraum steht, sondern in einer Garage oder auf einem privaten Stellplatz.
 
(Foto: Daimler AG)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Dienstag, den 16. Februar 2021 um 14:49 Uhr  |  340 Besuche

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