Jul03
2015
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Hauptuntersuchung: seit dem 1. Juli neue Prüftechnik bei TÜV und Co

Hauptuntersuchung: seit dem 1. Juli neue Prüftechnik bei TÜV und Co

Wegen der zunehmenden Vernetzung in Pkw’s werden seit dem 1. Juli bei Hauptuntersuchung neuartige Prüfgeräte eingesetzt. Die Preise für den Elektronik-Check sollen stabil bleiben.

Am 1. Juli 2015 startet die Revolution der Prüftechnik bei der Hauptuntersuchung“, sagte TÜV-Nord-Geschäftsführer Hartmut Abeln. Egal, ob bei Dekra, TÜV, GTÜ oder KÜS – ab diesem Tag werden neuartige elektronische Prüfinstrumente einsetzt. Vorbei sind die Zeiten, als der Sachverständige mit kritischem Hammerschlag nach maroden Stellen forschte. Die neuen Geräte – HU-Adapter – werden im Auto an den Bordcomputer angeschlossen und zeigen dem Prüfer alle relevanten Fahrzeugdaten an. Teurer soll die bei Autobesitzern gefürchtete Hauptuntersuchung dadurch aber nicht werden. Die Neuerung beim Elektronik-Check ist ein Beispiel dafür, wie sich Prüfgesellschaften auf die fortschreitende Digitalisierung vorbereiten.

„In wenigen Jahren werden automatisierte Fahrzeuge Fahraufgaben übernehmen, zum Beispiel selbstständig im Parkhaus einen Stellplatz ansteuern; all dies bedeutet noch mehr Technik im Wagen“, sagte Abeln. „Natürlich heißt das, dass wir Kompetenzen aufbauen müssen – sowohl Expertenkompetenz wie auch Kompetenz bei der Weiterentwicklung der Technik“, meinte der für die Automobilsparte der Prüfungsgesellschaft Dekra zuständige Sprecher Wolfgang Sigloch. Das autonome Fahren basiere ja auf Komponenten wie Spurhalte-Assistent oder Abstandsregler, wie sie heute schon vorhanden sind. „Wir müssen allerdings schon bei der Entwicklung drauf hinweisen, dass sie prüfbar sein müssen“, meint er.

TÜV-Nord-Vorstandschef Guido Rettig warnte jüngst vor tiefgreifenden Veränderungen auch für die Prüfgesellschaften. Denn nicht nur Autos, auch Produktionsmaschinen werden immer mehr mit Software ausgestattet und untereinander vernetzt. Die Prüfgesellschaften müssen ihre Methoden daher zunehmend verfeinern, um sie noch überprüfen zu können. „In Zukunft kommt dem Schutz etwa von digital vernetzten Infrastrukturen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen vor Cyber-Attacken eine immer größere Bedeutung zu“, so TÜV-Nord-Sprecher Sven Ulbrich. Als Beispiele für die Herausforderungen der Zukunft nennt der TÜV-Nord Probleme bei digitalisierten Prozessabläufen. Ulbrich: „Wie kann sichergestellt werden, dass voll vernetzte Maschinen keine unsinnigen Befehle von Unbefugten erhalten?“

Foto: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Freitag, den 03. Juli 2015 um 00:10 Uhr  |  2.059 Besuche

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