Mai18
2009
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Internationales Eifelrennen, 3. Juni 1934. Beim Start setzen sich die beiden Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 25 mit Manfred von Brauchitsch (1. Platz) und Luigi Fagioli am Steuer sofort an die Spitze des Feldes.
Internationales Eifelrennen, 3. Juni 1934. Beim Start setzen sich die beiden Mercedes-Benz Formel-Rennwagen W 25 mit Manfred von Brauchitsch (1. Platz) und Luigi Fagioli am Steuer sofort an die Spitze des Feldes.

Das Internationale Eifelrennen am 3. Juni 1934 ist der erste Start und gleichzeitig der erste Sieg für den neuen Mercedes-Benz Silberpfeil mit der Bezeichnung W 25. Mit diesem Debütrennen, gewonnen von Manfred von Brauchitsch, beginnt eine Erfolgsserie der verschiedenen Mercedes-Benz Silberpfeile, die bis 1939 dauern wird. Aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt sich der Wille zum Wettbewerb der Marke, heute zur Daimler AG gehörend, in allen Dekaden, bis hin zu aktuellen Motorsport-Beteiligungen. Im Jubiläumsjahr 2009 lässt Mercedes-Benz die klassischen Silberpfeile bei verschiedenen internationalen Veranstaltungen auftreten, beispielsweise beim „Goodwood Festival of Speed“ im Juli 2009.

Direktion, Konstruktion und Arbeiter der Rennabteilung am neuen Mercedes-Benz 750-kg-Formel-Rennwagen W 25, Februar 1934. Bei dem W 25 genannten Fahrzeug handelt es sich um eine Neukonstruktion.
Direktion, Konstruktion und Arbeiter der Rennabteilung am neuen Mercedes-Benz 750-kg-Formel-Rennwagen W 25, Februar 1934. Bei dem W 25 genannten Fahrzeug handelt es sich um eine Neukonstruktion.

Zum Jahr 1934 tritt eine neue Formel für den Grand-Prix-Rennsport in Kraft. Die Wagen dürfen ohne Kraftstoff, Öl, Kühlmittel und Reifen maximal 750 Kilogramm schwer sein, außerdem muss die Karosserie eine Breite von mindestens 85 Zentimetern haben. Mercedes-Benz entwickelt unter Zeitdruck den völlig neuen Rennwagen der Baureihe W 25, ausgelegt als Monoposto – die Zeit der Rennen für Grand-Prix-Wagen mit zwei Sitzen und für viersitzige Tourenwagen ist vorbei. Beim W 25 gibt die Kombination aus einer schlanken Karosserie, mechanisch aufgeladenem 3,4-Liter-Reihenachtzylinder, einzeln aufgehängten Rädern und Getriebe direkt auf der Hinterachse einen absoluten Siegerwagen. Das Fahrzeug erreicht Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h.

Der Silberpfeil: Der Mercedes-Benz W 25 trug als erster Rennwagen diese Bezeichnung. Die Nibel-Konstruktion war in den Jahren 1934 bis 1937 sehr erfolgreich im internationalen Renngeschehen.
Der Silberpfeil: Der Mercedes-Benz W 25 trug als erster Rennwagen diese Bezeichnung. Die Nibel-Konstruktion war in den Jahren 1934 bis 1937 sehr erfolgreich im internationalen Renngeschehen.

Mercedes-Benz entscheidet sich beim W 25 zugleich für eine neue Karosseriefarbe: Silber. Der erste Auftritt ist für das Avus-Rennen in Berlin im Mai 1934 geplant, doch wegen technischer Probleme sagt Mercedes-Benz die Rennteilnahme ab. Somit kommt der neue Wagen erst eine Woche später beim Internationalen Eifelrennen am 3. Juni zum Einsatz. Der W 25 geht in silberner Livree an den Start nachdem, so die Legende, die Rennboliden auf dem Nürburgring ihrer weißen Farbe entledigt worden sind, damit sie nicht mehr als 750 Kilogramm wiegen, wie es die neue Rennformel verlangt. Manfred von Brauchitsch fährt auf dem Nürburgring den W 25 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 122,5 km/h ins Ziel und stellt damit einen neuen Streckenrekord auf. Auch bei den künftigen Rennen bleibt es bei der silbernen Farbgebung der Rennwagen, und Mercedes-Benz ist weiter auf Siegkurs.

Quelle: Daimler AG (Stuttgart – 07.05.2009)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 18. Mai 2009 um 13:23 Uhr  |  11.050 Besuche

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