Dez07
2010

Bunte Autowelt

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Geschrieben 7. Dezember 2010 von
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Das Feuerwehrauto ist rot, der Leichenwagen schwarz und der Abschleppwagen gelb, Polizeiautos sind seit kurzem blau-silber und italienische Sportwagen aus Maranello sollten grundsätzlich rot sein.

Die Mercedes-Benz A-Klasse (W 168) war 1997 in dieser Farbe der absolute Hit - heute sieht man das anders..

Die Mercedes-Benz A-Klasse (W168) war 1997 in dieser Farbe der absolute Hit - heute sieht man das anders ...

Die Farbe eines Autos kann auch viel über seinen Fahrer aussagen. Der Friseur, der einen Kleinwagen in knalligem Rosa fährt oder der breitschultrige tätowierte Typ, der im tiefschwarzen US-Musclecar sitzt. Die schicke Blondine im knallroten Cabrio oder die schlichte silberfarbene Familienkutsche mit Mutti am Steuer. Die Farbe des Wagens lässt spontan auf einiges schließen, man kann sich aber auch schnell mal irren.

Der Friseur hat sich nur den Wagen seiner Freundin ausgeliehen und der Tätowierte gibt am Abend einen Töpferkurs an der Volkshochschule. Die Blonde fährt nur das Cabrio Ihrer Chefin waschen und aus rein praktischen Gründen fährt die Mutti die Familienkutsche.

Wenn man Psychologen glauben darf, wirken Autos in schwarz, blau oder einem dunklen Ton solide, seriös oder vornehm. Ihre Fahrer sollen autoritär, selbstbewusst und ehrgeizig sein. Im Gegensatz dazu sind die Fahrer von weißen Autos sensibel, zurückhaltend und beachten auch noch die Straßenverkehrsordnung. Wer hingegen ein silbernes Auto fährt hat Stil. Fahrer gelber Autos sehen die Welt optimistisch und wer einen Sinn für Erotik hat, sitzt in einem Violetten Wagen.

Diese Seelenklempner. Es ist anzuzweifeln, dass der Fahrer eines weißen Sportwagens sich mehr als andere an die Straßenverkehrsordnung hält, der Postbote im gelben Transporter die Welt optimistischer sieht und die Pflegekraft im violetten japanischen Kleinwagen mehr Sinn für Erotik hat.

Die Farbe des Autos spiegelt persönlichen Geschmack oder auch Individualität wieder. Klar gibt es auch hin und wieder auch Exzentriker, die der Meinung sind, sich über die Farbe Ihres Wagens zu definieren. Wer hat nicht schon einmal einen alten Klassiker in Goldlackierung oder ein Luxuscoupé in Baby-Blau gesehen.

Eine Mercedes-Benz S-Klasse in der Farbe und mit den Aufdrucken ist nur beim S 63 AMG “Thirty-Five“ passend.

Diese "Kriegsbemalung" passt nur beim Mercedes-Benz S 63 AMG “Thirty-Five“.

Statistisch gesehen, gibt es beim Auto Farben, die sind beliebt und kommen nicht aus der Mode. Der Klassiker ist und bleibt: Schwarz. 27 % aller neuen Fahrzeuge werden so lackiert. Dicht beieinander in Ihrer Beliebtheit liegen Silber (19,9 %) und das schlichte Grau (18,1 %). Bunt wird es bei Neuwagen erst mit Blau. 10,4 % der neuen Autos rollen in dieser Farbe vom Band.

Danach folgen die meist bei Kleinwagen beliebten Farben Rot (6 %), das bei Mittelklasselimousinen gern genommene Grün (4 %) und Schlusslicht mit 1 Prozent ist die Farbe Gelb.

Auf jeden Fall sollte man sich die Wahl der Lackierung des neuen Gefährtes gut überlegen. Es kommt der Tag, an dem der Wagen verkauft wird und dann könnte es Probleme geben, wenn man sich eine große Limousine in Schweinchen-Rosa oder einen Minivan in Müllabfuhr-Orange gekauft hat. Klar mag ein kleiner Flitzer in schrillen Farben ganz witzig aussehen, jedoch kann ein gelber Mittelklassewagen schon eine Beleidigung für das Auge und dann auch schwer verkäuflich sein.

Ein Smart fortwo Cabrio mit CARTONDRUCK - Sieht witzig aus, könnte aber schwierig werden beim Wiederverkauf.

Ein Smart fortwo Cabrio mit CARTONDRUCK - Sieht witzig aus, könnte aber schwierig werden beim Wiederverkauf.

Bei den Gebrauchtwagen gibt es auch ein Ranking der beliebtesten Farben. Mit Abstand die meistgesuchteste Farbe ist: Schwarz. 56,49 % wollen Ihren Gebrauchten mit dieser Lackierung. Danach wollen 12,16 % einen Wagen aus zweiter Hand in Weiß. Einen Gebrauchten in Silber wollen immerhin noch 9,09 % haben. Danach wird es erst bei den gesuchten Gebrauchten bunt: Blau (5,55 %), Grau (3,82 %), Rot (3,58 %) und Grün (1,53 %).

Generell geht es auf den Straßen recht farbenfroh zu. Ob Neuwagen oder Gebrauchte, so ziemlich jede Farbe ist zu sehen. Die Wahl der Autofarbe ist nicht immer einfach, sollte aber stets gut überlegt sein. Es kann passieren, dass der Mut zur Farbe unter Umständen beim Wiederverkauf bestraft wird. Klar erleben hin und wieder gewöhnungsbedürftige Lackierungen ein Comeback, doch gerade hier gilt grundsätzlich, es kommt immer auf das Auto und die Fahrzeugklasse an. Zum Beispiel würden über 50 % das angeblich beliebteste deutsche Auto aus Wolfsburg in schwarz kaufen, in Gelb hingegen gerade einmal 1 %.

Sollte man beim Blick in die Garage irgendwann feststellen, dass man mit der Farbwahl doch völlig danebenlag, dann kann man es den Taxifahrern nachmachen und sich den Wagen in der neuen Wunschfarbe mit Folie bekleben lassen. Dann aber unbedingt auf die Farbe des Innenraumes achten. Die rote Lederausstattung sieht plötzlich ganz anders aus, wenn der Wagen Gelb geworden ist. Auch könnte das blaue Verdeck des Cabrios nicht mehr wirklich dazu passen.

Das elegante Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet sieht auch in gewagtem Rot gut aus.

Das elegante Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet sieht auch in gewagtem Rot gut aus.

Mercedes-Benz S-Klasse - Große Limousinen müssen nicht immer schwarz sein.

Mercedes-Benz S-Klasse - Große Limousinen müssen nicht immer schwarz sein.

Fotos: Daimler AG

Mehr Informationen zu den beliebtesten Autofarben können Sie nachlesen in der Auto Bild Nummer 47 vom 26. November 2010.

Quelle statistische Angaben zu den Farben: autoscout24.de.

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 14:59 Uhr  |  9.505 Besuche

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