Aug02
2021
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Die Zahl der Verkehrsunfälle ist seit Jahren rückläufig, dennoch konnten 2020 2.245.245 Verkehrsunfälle verzeichnet werden. Ist man in ein solches Ereignis verwickelt, sitzt der Schock tief. Denn auch, wenn es sich nur um einen Blechschaden handelt, fällt es vielen Unfallbeteiligten zunächst schwer, klar zu denken. Doch es gilt, schnell zu handeln und umgehend Schritte der Schadensregulierung einzuleiten. Darunter versteht man die Handlungen, welche nach dem Unfall vollzogen werden, um die Schadensersatz-Ansprüche zu klären. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen einen Einblick in die Schadensregulierung und zeigen auf, warum Sie unbedingt ein Kfz-Gutachten erstellen lassen sollten. 

 

So gehen Sie nach einem Unfall vor

Sind Sie in einen Unfall verwickelt, müssen Sie einen klaren Kopf bewahren und wie folgt vorgehen:

  1. Sicherung der Unfallstelle: Aktivieren Sie Ihren Warnblinker, streifen Sie sich dich Warnweste über und stellen Sie das Warndreieck auf. Nur so ist garantiert, dass kein weiteres Unglück geschieht. 
  2. Informieren der Polizei: Die Polizei sollte unbedingt informiert werden, um den Unfall aufzunehmen. Sie ist kostenlos mit dem Smartphone erreichbar. Falls es Verletzte gibt, sollten sie neben der 110 außerdem die 112 anrufen, um einen Rettungswagen zu organisieren. 
  3. Dokumentation des Unfalls: Anschrift, Versicherung und Autokennzeichen des Unfallbeteiligten müssen unbedingt notiert werden. Zur Beweissicherung sollten Sie auch Name und Anschrift der Zeugen festhalten. 
  4. Unfallbericht: Deponieren Sie einen Standard-Unfallbericht, der im Notfall schnell und einfach ausgefüllt werden kann. Das Formular stellt sicher, dass nach dem Unfall nichts  vergessen wird. 
  5. Schadensmeldung: Die Schadensregulierung wird eingeleitet, sobald der Schaden bei der Versicherung gemeldet wird. Für die Benachrichtigung Ihrer Versicherung haben Sie maximal eine Woche Zeit. Es bietet sich an, auch die gegnerische Versicherung in Kenntnis zu setzen.  

Das Engagement eines Kfz-Gutachters lohnt sich

Bei einem Unfall muss die Schuldfrage geklärt werden. Denn die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers kümmert sich um Schadenersatzforderungen des Geschädigten und die Teil- oder Vollkasko greift bei Schäden am Auto des Unfallverursachers. Die Höhe des Schadens kann in der Regel mit Tools auf der Internetseite der Versicherung errechnet werden. Einen genaueren Überblick verschafft allerdings ein Kfz-Gutachter. Der Sachverständiger Hannover ermittelt nicht nur sichtbare Makel, sondern entdeckt auch versteckte Schäden während der Unfallbegutachtung. 

Wann muss ein Kfz-Gutachter beauftragt werden?

Es besteht keine Pflicht, einen Kfz-Gutachter zu beauftragen. Das Engagement liegt im Ermessen der Unfallbeteiligten. Der Verursacher kann die Schadensersatzforderungen durch einen unabhängigen Gutachter überprüfen lassen. Somit wird sichergestellt, dass sich die Forderungen im Rahmen befinden. 

Außerdem wird dem Geschädigten ebenfalls geraten, die Hilfe eines Kfz-Gutachters in Anspruch zu nehmen. Denn um die Schadenshöhenfeststellung durchzuführen, wird ein Experte benötigt. Anhand des Gutachtens kann dann ein Kostenvoranschlag erstellt werden, welcher der Versicherung übermittelt wird. Die Kosten für diese Dienstleistung übernimmt die gegnerische Versicherung. 

Wie wird das Kfz-Gutachten erstellt?

Für das Kfz-Gutachten wird der Pkw genau analysiert. Das Gutachten enthält folgende Punkte:

  • Feststellung des Ist-Zustands
  • Technische Informationen
  • Ausstattung
  • Exakte Beschreibung der Unfallschäden
  • Fotobeweise
  • Beschreibung einzuleitender Reparaturen
  • Kostenkalkulation
  • Potenzieller Zeitaufwand für die Reparatur
  • Klärung, ob wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt
  • Notierung der vorherigen Schäden
  • Zu erwartende Wertminderung und Restwert des Kfz
  • Beurteilung des Wiederbeschaffungswertes
  • Ausfallzeit des Kfz

Der richtige Kfz-Gutachter

Leider besteht in der Bundesrepublik Deutschland kein rechtlicher Schutz der Berufsbezeichnung „Gutachter“. Dementsprechend ist es möglich, dass jeder Mensch mit einer entsprechenden Ausbildung den Titel Kfz-Sachverständiger nutzt. Bevor Sie die Dienste des Fachmannes in Anspruch nehmen, können Sie sich allerdings Nachweise vorlegen lassen. Ein Zertifikat, Zeugnis oder die Urkunde einer Prüfgesellschaft fungieren als rechtsgültige Dokumente. 

Rechte und Pflichten eines Versicherten

Der Versicherungsnehmer muss wahrheitsgetreue Aussagen treffen und nach der Anzeige- und Aufklärungspflicht handeln. Im Falle eines Autounfalls stehen dem Geschädigten folgende Leistungen zu:

  • Reparaturen
  • Erstattungen bei der Wertminderung und von den Heilungskosten
  • Schmerzensgeld
  • Ausgaben für Rechtsanwälte, Abschleppdienste und Sachverständige

(Bild von Valter Cirillo auf Pixabay)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 02. August 2021 um 09:49 Uhr  |  386 Besuche

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