Apr15
2010

DTM-Saison 2010: Neue Regeln, neue Fahrer

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Geschrieben 15. April 2010 von
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Saisonstart 2009 auf dem Hockenheimring: Paul di Resta mit seiner AMG Mercedes C-Klasse.

Saisonstart 2009 auf dem Hockenheimring: Paul di Resta mit seiner AMG Mercedes C-Klasse.

In knapp zwei Wochen fällt in Hockenheim der Startschuss für die neue DTM-Saison. Mercedes-Benz stellt die Stars, Audi den Meister: Im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. Erstmals können die Fans die DTM-Stars am kommenden Sonntag bei der großen Saison-Präsentation in Wiesbaden hautnah erleben. In den Jahren zuvor hatte diese Präsentation in Düsseldorf stattgefunden und im letzten Jahr 210.000 Besucher angelockt. Mit rasantem Tempo, Show und Musik stimmen sich Fahrer und Fans auf die neue Saison ein, die eine Woche später – am 25. April 2010 – traditionell auf dem Hockenheimring beginnt.

Zunächst verlängerte Ralf Schumacher nach langer Ungewissheit seinen Vertrag bei den Silberpfeilen um ein weiteres Jahr (wie berichteten), danach gelang Mercedes ein spektakulärer Coup: Schumachers ehemaliger Formel-1-Kollege und ex McLaren-Mercedes-Pilor David Coulthard (39) wird 2010 in der populären Tourenwagen-Serie ein Comeback im Rennauto geben. Coulthard startete seit 1996 neben Mika Häkkinen für das McLaren-Mercedes-Team. Im GP von Australien 1997 errang Coulthard den ersten Formel 1-Sieg für Mercedes-Benz seit dem Jahr 1955.

DTM-Testfahrten in Valencia, Spanien Ralf Schumacher, AMG Mercedes C-Klasse

DTM-Testfahrten in Valencia (Spanien) Ralf Schumacher, AMG Mercedes C-Klasse

Coulthard wird einen Jahreswagen des Mücke-Teams fahren. Dafür wird von Mercedes ein zusätzlicher Jahreswagen eingesetzt, so dass die Stuttgarter in dieser Saison mit insgesamt neun C-Klassen an den Start geht. Hierbei wird es sich um Wagen aus der Saison 2008 handeln – aufgrund der technischen Einfrierung wird 2010 werden die „Neuwagen“-Fahrer die Neuwagen der letzten Saison fahren und die Jahreswagenteams die bereits zwei Jahre alten Autos aus der Saison 2008. Mit je vier Neu- und fünf Jahreswagen der beiden Hersteller Mercedes und Audi werden 2010 insgesamt 18 Fahrzeuge dabei sein.

Formel 1 - Grand Prix von Belgien, 1999. Siegerehrung Sieger David Coulthard, der Zweite Mika Häkkinen und der Dritte Heinz Harald Frentzen

Formel 1 - Grand Prix von Belgien, 1999. Siegerehrung Sieger David Coulthard, der Zweite Mika Häkkinen und der Dritte Heinz Harald Frentzen

Inzwischen ist auch das künftige Gewichtsreglement geklärt. Wie der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) kürzlich mitgeteilt hat, bekommen die Jahreswagen im Vergleich zum Vorjahr eine Erleichterung. Dem DMSB zufolge bleibt das Basisgewicht der 2009er „Neuwagen“ unverändert bei 1.050 Kilogramm, die 2008er Jahreswagen dagegen werden um fünf Kilogramm leichter und müssen nur noch 1.025 Kilogramm auf die Waage bringen. Somit steigen die Chancen der älteren Fahrzeuge im Kampf um Punkte und Podestplätze noch weiter an und den Fans wird noch mehr Spannung auf der Strecke geboten. Schon in der vergangenen Saison konnten Jahreswagenfahrer für Highlights sorgen, zum Beispiel Jamie Green mit seinem Sieg am Norisring.

Des weiteren bleibt die Gewichtsverteilung die gesamte Saison über gleich, denn das Zu- und Ausladen von Erfolgsballast fällt künftig weg. Der Erfolgsballast hatte in der Vergangenheit für Diskussionen geführt. Schließlich wurden alle Piloten eines Herstellers dafür „bestraft“, wenn ein Kollege besser war als die Konkurrenz. Und manchmal war ein zweiter Platz für einen Hersteller wertvoller als ein Sieg, wenn es um die Gewichtsverteilung für das nächste Rennen ging. Der Gewichtsunterschied zwischen verschiedenen Fahrzeugen des gleichen Jahrgangs konnte einem Hersteller – je nach Strecke – bis zu zwei Zehntelsekunden Vorteil pro Runde bringen.

Eine Änderung gibt es dem Bericht zufolge auch beim Qualifying: In Q4 fahren die besten vier Piloten aus Q3 künftig nicht mehr in einem gewissen zeitlichen Abstand nacheinander auf die Strecke, sondern einzeln. Das bedeutet, dass der nächste Fahrer erst dann auf die Strecke geht, wenn der vorherige Fahrer seinen Sprint beendet hat. Das soll dafür sorgen, dass es nicht mehr wie in der Vergangenheit Schlag auf Schlag geht, sondern die man einen besseren Überblick über die entscheidende Zeitenjagd bekommt.

Wie schon 2009 wird der DTM-Champion auch in dieser Saison in zehn Meisterschaftläuften ermittelt. Die Saisonläufe werden in vier europäischen Staaten und einem asiatischen Land ausgefahren. Neu im Kalender sind die Rennen in Valencia am 23. Mai und in Shanghai am 31. Oktober, wo 2004 bereits ein Einladungslauf stattgefunden hat. Dieses Mal ist Shanghai sogar die Finalbühne für die DTM. Das Rennen findet allerdings nicht auf der Formel-1-Strecke vor den Toren der chinesischen Metropole statt, sondern im Herzen der Hafenstadt und auf einem Stadtkurs.

  • 1. Hockenheim 25. April 2010
  • 2. Valencia 23. Mai 2010
  • 3. EuroSpeedway Lausitz 06. Juni 2010
  • 4. Norisring 04. Juli 2010
  • 5. Nürburgring 08. August 2010
  • 6. Zandvoort 22. August 2010
  • 7. Brands Hatch 05. September 2010
  • 8. Oschersleben 19. September 2010
  • 9. Hockenheim 17. Oktober 2010
  • 10.Shanghai 31. Oktober 2010

(Fotos: Daimler AG)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 15. April 2010 um 17:04 Uhr  |  6.499 Besuche

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