Feb01
2014
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Fachmesse „Rétromobile 2014“ in Paris: Mercedes-Benz feiert „120 Jahre Motorsport“. Foto: 24 Stunden von Le Mans 1989. Sauber-Mercedes Gruppe-C-Rennsportwagen C 9 mit der Startnummer 63 - Sieger: Jochen Mass / Manuel Reuter / Stanley Dickens.

Fachmesse „Rétromobile 2014“ in Paris: Mercedes-Benz feiert „120 Jahre Motorsport“. Foto: 24 Stunden von Le Mans 1989. Sauber-Mercedes Gruppe-C-Rennsportwagen C 9 mit der Startnummer 63 – Sieger: Jochen Mass / Manuel Reuter / Stanley Dickens.

Mercedes-Benz Classic feiert 2014 „120 Jahre Motorsport“. Den Auftakt gibt der Markenauftritt auf der Fachmesse Rétromobile in Paris (5. bis 9. Februar 2014), der in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz France gestaltet und umgesetzt wird. Dabei stehen die historischen Motorsport-Erfolge von Mercedes-Benz in Frankreich im Mittelpunkt. „Viele spannende Rennsport-Geschichten der Marke mit dem Stern und ihren Vorgängern haben sich auf französischem Boden abgespielt“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „Zu den Höhepunkten zählen dabei zweifellos die erste Automobilwettfahrt der Geschichte, die Grand-Prix-Siege von 1908, 1914 und 1954, die Triumphe beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie weitere jüngere Erfolge.“

Mercedes-Benz Classic wird das Thema „120 Jahre Motorsport“ während des gesamten Jahres immer wieder aufgreifen. Es wird das Leitmotiv für die Teilnahme an ausgewählten Events des internationalen Klassik-Kalenders sein. Eigene Veranstaltungen werden darüber hinaus einzigartige Akzente setzen.

Seit seiner Erfindung im Jahr 1886 stellt das Automobil immer wieder seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis: Fahrzeuge von Daimler und Benz nehmen schon in der Frühzeit an allen namhaften Veranstaltungen in Europa und anderen Ländern der ganzen Welt teil. Sie gewinnen Rennen und durchbrechen bei Rekordfahrten immer neue Geschwindigkeitsgrenzen. Der Motorsport erlebt seine Geburtsstunde vor 120 Jahren in Frankreich – und die Fahrzeuge auf den ersten Plätzen verdanken den Erfolg ihrem Zweizylindermotor „Système Daimler“. Auf diese ganz frühen Sternstunden folgen zahlreiche weitere Rennsport-Ereignisse, die für die Erfolgsgeschichte der Marke Mercedes-Benz von entscheidender Bedeutung sind. Das sportliche Engagement lässt sich im Rückblick auch immer wieder als Antrieb der rasanten Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik identifizieren.

Fachmesse „Rétromobile 2014“ in Paris: Mercedes-Benz feiert „120 Jahre Motorsport“. Foto: Formel 1 Grand Prix in Silverstone England 2000. Siegerrunde von David Coulthard im McLaren-Mercedes MP4-15

Fachmesse „Rétromobile 2014“ in Paris: Mercedes-Benz feiert „120 Jahre Motorsport“. Foto:
Formel 1 Grand Prix in Silverstone England 2000. Siegerrunde von
David Coulthard im McLaren-Mercedes MP4-15

Der Auftritt von Mercedes-Benz Classic auf der Rétromobile 2014 in Halle 1, K64, rückt die Rennsporterfolge der Marke in Frankreich in den Mittelpunkt und präsentiert geschichtsträchtige Exponate aus 120 Jahren Motorsportgeschichte:

  • Daimler Zweizylinder-V-Motor, 1894. Der in Frankreich in Lizenz gebaute „Moteur système Daimler“ ist die Antriebsquelle für die Automobile von Peugeot und Panhard & Levassor, die bei den Wettfahrten Paris–Rouen und Paris–Bordeaux–Paris die ersten Plätze belegen.
  • Mercedes Grand-Prix-Rennwagen, 1914. Beim Grand Prix von Frankreich in Lyon erzielt die Daimler-Motoren-Gesellschaft mit Fahrzeugen dieses Typs den ersten Dreifachsieg in der Geschichte des Motorsports.
  • Mercedes-Benz W 196 R „Stromlinie“, 1954. Das Comeback der Silberpfeile nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt gleich mit einem Paukenschlag: Doppelsieg beim Großen Preis von Frankreich in Reims.
  • Sauber-Mercedes C 9, 1989. Der Silberpfeil gewinnt das prestigeträchtige 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
  • McLaren Mercedes MP4-15, 2000. Siegerfahrzeug von David Coulthard beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours.
  • Mercedes-Benz DTM C-Klasse, 2009. Siegerfahrzeug von Gary Paffett beim DTM-Lauf in Dijon-Premois.

Rétromobile 2014 – die Exponate von Mercedes-Benz Classic:

Panhard-Levassor-Wagen mit 4 PS Daimler-V-Motor

Panhard-Levassor-Wagen mit 4 PS Daimler-V-Motor, 1894

Das Automobil mit Verbrennungsmotor ist erst acht Jahre alt, als es sich am 22. Juli 1894 bei einer 126 Kilometer weiten Zuverlässigkeitsfahrt für „Wagen ohne Pferde“ zwischen Paris und Rouen in Frankreich einem ersten öffentlichen Wettbewerb stellt. Die Auslese im Vorfeld ist hart: 102 Fahrzeuge bewerben sich um einen Startplatz, nur 21 werden schließlich zugelassen. Von ihnen erreichen 17 das Ziel, 9 davon werden von einem in Lizenz gebauten Daimler-Motor angetrieben, darunter die Erstplatzierten. Die nach den Originalplänen von Gottlieb Daimler gebauten 3,5 PS-Maschinen ermöglichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 20,5 km/h. Den ersten Platz dieser ersten Motorsport-Veranstaltung der Geschichte teilen sich je ein Fahrzeug von Panhard-Levassor und der Gebrüder Peugeot, beide vom „Moteur système Daimler“ angetrieben. Für Gottlieb Daimler ist es ein besonderer Freudentag: Denn dem Publikum und der Fachwelt in Europa wird eindrucksvoll bestätigt, dass sein universell einsetzbarer, schnell laufender Benzinmotor sich im Ringen vielfältiger Antriebssysteme für Automobile durchgesetzt hat.

Mercedes Grand-Prix-Rennwagen, 1914

Mercedes Grand-Prix-Rennwagen, 1914

Am 4. Juli 1914 feiert Mercedes beim französischen Grand Prix einen triumphalen Dreifachsieg von Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer. Das Rennen wird auf einem 37,6 Kilometer langen Rundkurs südlich von Lyon durchgeführt. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft tritt mit ihrem neu entwickelten Grand-Prix-Rennwagen an. 20 Runden über gut 750 Kilometer sind auf dem schwierigen Kurs zurückzulegen, dabei sieht sich Mercedes einer vermeintlich übermächtigen Konkurrenz gegenüber – vor allem Peugeot und Delage aus Frankreich, Sunbeam aus England und Fiat aus Italien. Theodor Pilette und Max Sailer müssen nach technischen Problemen aufgeben, doch Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer fahren nach mehr als sieben Stunden mit den verbleibenden Wagen ganz nach vorn: Der erste Dreifachsieg der Motorsportgeschichte ist perfekt.

Das Reglement sieht eine Hubraumbegrenzung auf 4,5 Liter vor. Der Mercedes  Grand-Prix-Rennwagen hat einen völlig neu konstruierten Vierzylindermotor mit oben liegender Nockenwelle sowie zwei Einlass- und zwei Auslassventilen pro Zylinder – erstmals wird damit die Vierventiltechnik in einem Mercedes-Motor verwirklicht. Der Rennmotor erreicht eine Höchstleitung von 106 PS bei der revolutionär hohen Drehzahl von 3.100/min.

Mercedes-Benz W 196 R „Stromlinie“, 1954

Mercedes-Benz W 196 R „Stromlinie“, 1954

Der Rennwagen W196 R, der zunächst in einer futuristisch anmutenden Stromlinienverkleidung entsteht, hat einen Saugmotor mit 2.497 Kubikzentimeter Hubraum und desmodromischer (zwangsweiser) Ventilsteuerung. Zu Saisonbeginn leistet er maximal 256 PS, seine Höchstgeschwindigkeit liegt zunächst bei rund 275 km/h. Beim Großen Preis von Frankreich in Reims steht die neue „Stromlinie“ erstmals am Start. Bereits im Training haben die voll verkleideten W196 R die schnellste Zeit gefahren, bei ihrem Renndebüt am 4. Juli in Reims übertreffen sie die Erwartungen von Publikum und Konkurrenz. Denn der neu verpflichtete argentinische Fahrer Juan Manuel Fangio, der Weltmeister von 1951, und Karl Kling fahren einen triumphalen Doppelsieg ein. Dieser sensationelle Erfolg hat auch eine historische Bedeutung: Seit dem Dreifachsieg von Lautenschlager/Wagner/Salzer in Lyon sind exakt 40 Jahre vergangen.

Sauber-Mercedes C9, 1989

Sauber-Mercedes C9, 1989

Die späten 1980er- und 1990er-Jahre sind geprägt durch die Rückkehr von Mercedes-Benz auf die Rennstrecken: Den Stern tragen zunächst die Rennsportwagen der Gruppe C. Der seit 1987 eingesetzte 720 PS starke Sauber-Mercedes erfährt für die Saison 1989 auch optisch eine Veränderung: Die bisher überwiegend in schwarzer Livree angetretenen Boliden erhalten nun eine silberne Lackierung, die sie eindeutig als Mercedes-Benz Silberpfeile identifizieren. Die neuen Rennwagen fahren 1989 und 1990 zusammen 16 Siege bei insgesamt 18 Rennen nach Hause. Dazu zählt das am 10. und 11. Juni 1989 stattfindende 24-Stunden-Rennen von Le Mans: Mit Silberpfeilen vom Typ C9 erzielen die Mercedes-Benz Piloten Jochen Mass/Manuel Reuter/Stanley Dickens und Mauro Baldi/Kenny Acheson/Gianfranco Brancatelli einen Doppelsieg – 37 Jahre nach dem herausragenden Erfolg mit dem ersten Silberpfeil der Nachkriegszeit: dem Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W194).

McLaren-Mercedes MP4-15, 2000

McLaren-Mercedes MP4-15, 2000

In der Rennsaison 2000 holen Mika Häkkinen und David Coulthard mit dem McLaren-Mercedes MP4-15 den Vizetitel der Konstrukteurswertung, in der Fahrerwertung kommt Häkkinen hinter Michael Schumacher auf Ferrari auf Platz 2 und Coulthard auf Rang 3. Der McLaren-Mercedes MP4-15 unterscheidet sich sowohl optisch als auch technisch von seinen Vorgängern: Er hat eine flachere Frontnase, üppigeren Kopfschutz an den Cockpitseiten und einen um 2 Zentimeter kürzeren Motor, den Dreiliter-V10 FO 110J mit einer Leistung von 816 PS. Das Antriebsaggregat, eine völlige Neu­konstruktion, basiert auf den in der Entwicklungsarbeit der vergangenen Saison gewonnenen Erkenntnissen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Motor noch kompakter und leichter und bietet gleichzeitig eine verbesserte Fahrbarkeit und höhere Leistung. Ebenfalls neu ist auch das von McLaren selbst entwickelte Siebengang-Getriebe. Die Silberpfeile siegen 2000 in Spanien, Österreich, Ungarn und Belgien (Häkkinen) sowie in Großbritannien, Monaco und Frankreich (Coulthard). Mit dem auf der Rétromobile ausgestellten Fahrzeug gewinnt David Coulthard den Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours am 2. Juli 2000. Er zählt den Erfolg zu den besten Rennen seiner Karriere.

AMG-Mercedes DTM C-Klasse (Baureihe W204), 2009

AMG-Mercedes DTM C-Klasse (Baureihe W204), 2009

Die neue C-Klasse der Baureihe 204 erscheint im Jahr 2007 als frisches Gesicht auf den Rennstrecken der DTM-Läufe. Ende Dezember 2006 beginnt die Rennwagenschmiede von Hans Werner Aufrecht (HWA) in Affalterbach mit dem Bau des ersten DTM-Fahrzeugs der neuen Baureihe. Da bei den Motoren ein Entwicklungsstopp greift, sind lediglich Optimierungsarbeiten erlaubt und möglich. Seit dem Jahr 2000 ist in der DTM ein 4,0-Liter-V8-Motor mit vier Ventilen je Zylinder vorgeschrieben, bei dem die Ansaugluft durch zwei 28 Millimeter große Luftmassenbegrenzer limitiert wird. Die Kraft wird über Einheitstransaxle-Getriebe mit sequenzieller Schaltung auf den Achsantrieb mit Differenzialsperre übertragen. Am Fahrzeug besteht der größte Unterschied im Vergleich zum bisherigen Rennwagen in der neuen Karosserie und der Konstruktion der Radaufhängungen. Am 11. Oktober 2009 gewinnt der spätere Vizemeister Gary Paffett mit dem ausgestellten Fahrzeug den vorletzten DTM-Lauf in Dijon-Premois.

Fotos: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Samstag, den 01. Februar 2014 um 00:04 Uhr  |  2.295 Besuche

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