Sep09
2014
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Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus. Foto: Produktion der neuen Mercedes-Benz C-Klasse (W205) im US-Werk von Mercedes-Benz in Tuscaloosa/Alabama.

Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus. Foto: Produktion der neuen Mercedes-Benz C-Klasse (W205) im Alabama.

Mercedes-Benz sieht gute Perspektiven im US-Markt und baut die lokalen Produktionskapazitäten aus. „Wir verzeichnen weiter Rekordabsätze in den USA. Mit der Einführung der neuen C-Klasse setzen wir neue Maßstäbe in unserem größten Absatzmarkt“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars, bei einem Besuch des Mercedes-Benz Werks Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. In den ersten acht Monaten stieg der Absatz von Mercedes-Benz in den USA um 8,2 Prozent auf 205.894 Fahrzeuge. Allein im August verkaufte die Marke mit dem Stern dort 27.078 Einheiten (+9,4 Prozent) und markierte damit ein neues Rekordvolumen.

„Wir sind der erste deutsche Hersteller im Luxus-Segment, der eine Limousine in den USA fertigt. Mit der C-Klasse bauen wir unsere Kapazitäten im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa aus – wir sind stolz auf den tollen Job, den unsere Mannschaft macht“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstandes Produktion und Supply Chain Management Mercedes-Benz Cars. Eine weitere Erhöhung des Produktionsvolumens steht im kommenden Jahr an, wenn ein zusätzliches SUV-Modell in Tuscaloosa vom Band laufen wird. Einen Ausblick auf dieses Fahrzeug hat Mercedes-Benz mit dem „Concept SUV-Coupé“ auf der Auto China in Peking im April gegeben.

„Mercedes-Benz verfügt bereits heute über das vielfältigste Produktportfolio im US-Luxusmarkt. Es reicht von Fahrzeugen wie dem SLS AMG über unsere SUVs bis zum CLA. Mit diesem Modell haben wir erfolgreich ein neues Einstiegssegment definiert: Die Resonanz der Kunden übertrifft unsere Erwartungen bei weitem“, so Zetsche. Seit der Markteinführung im September 2013 wurde der CLA in den USA mehr als 27.000 Mal verkauft. Im September bringt Mercedes-Benz mit dem GLA zum ersten Mal ein kompaktes SUV-Modell auf den US-Markt. Mitte Oktober kommt das S-Klasse Coupé in die US-Showrooms.

Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus. Foto: Mercedes-Benz C-Klasse (W205)

Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus. Foto: Mercedes-Benz C-Klasse (W205)

Die USA waren 2013 mit einem Verkaufsvolumen von 312.534 Fahrzeugen der größte Absatzmarkt für Mercedes-Benz. Jeder fünfte Mercedes-Benz Pkw, den die Marke mit dem Stern im vergangenen Jahr verkauft hat, ging an einen Kunden in den USA. „In diesem Jahr rechnen wir mit einem US-Marktwachstum bei Pkw- und SUVs von rund fünf Prozent auf 16,4 Millionen Einheiten. Wir erwarten, dass sich der Premiummarkt weiter stärker als der Gesamtmarkt entwickelt. Davon wollen wir überproportional profitieren. Hier helfen uns unsere neuen Modelle“, so Zetsche.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die neue C-Klasse (W205), die am 18. Juni 2014 zum ersten Mal in Tuscaloosa vom Band lief und seit dem 25. August 2014 auf dem US-Markt angeboten wird. „Durch die lokale Fertigung können wir den US-Markt schneller und flexibler beliefern. Wir senken die Logistikkosten und sichern uns durch ‚natural hedging‘ besser gegen Wechselkursschwankungen ab“, so Schäfer.

Das Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa ist ein wichtiger Baustein des globalen Produktionsverbunds für die neue C-Klasse. Erstmals fertigt Mercedes-Benz die C-Klasse Limousine auf vier Kontinenten. Innerhalb von nur sechs Monaten ist die Produktion an allen vier Standorten in Bremen (Februar), im südafrikanischen East London (Mai), in Chinas Hauptstadt Peking (Juli) sowie in Tuscaloosa angelaufen. „Das ist eine herausragende Leistung unserer Mannschaft, die weltweit ihresgleichen sucht“, so Schäfer.

Im globalen Produktionsverbund steuert Bremen als so genanntes Lead-Werk die globale Fertigung der C-Klasse – von der Werkzeugstrategie über die Schulung der Kollegen aus internationalen Standorten bis hin zur Produktqualität. So stellt das Unternehmen sicher, dass von Anfang an Top-Qualität an allen Produktionsstandorten gewährleistet ist. Insgesamt wurden rund 500 Mitarbeiter aus den Auslandswerken, darunter mehr als hundert aus Tuscaloosa, intensiv geschult, um als Multiplikatoren ihr Wissen in ihren jeweiligen Stammwerken weiterzugeben.

Jason Hoff, Leiter Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa: „Wir haben ein hochqualifiziertes und motiviertes Team mit einer ‚Can-do‘-Mentalität. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind flache Hierarchien und direkte Kommunikationswege auch zum Management. Diese besondere Unternehmenskultur verbindet perfekt das Beste aus zwei Welten – die deutsche und die amerikanische Mentalität.“

Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus

Anhaltend hohe Nachfrage: Mercedes-Benz baut Kapazitäten im Werk Tuscaloosa in den USA aus

Das Werk Tuscaloosa (Mercedes-Benz U.S. International – MBUSI) wurde 1995 gegründet und nahm 1997 die Produktion der Mercedes-Benz M-Klasse auf. Später kamen die SUVs der GL- und der R-Klasse hinzu. Im Jahr 2013 fertigte das Werk mehr als 185.000 Fahrzeuge. Bis heute wurden mehr als zwei Millionen Fahrzeuge am Standort produziert. „Unsere Entscheidung nach Tuscaloosa zu gehen, war die Initialzündung für die Ansiedelung der Automobilindustrie in Alabama. Wir haben damit Stand heute 3.400 direkte neue Arbeitsplätze geschaffen und befinden uns in einer echten Win-Win-Situation“, so Zetsche. Experten zufolge kreiert ein Arbeitsplatz bei MBUSI sieben weitere bei Zulieferern und Dienstleistern. Seit 1993 belaufen sich die Investitionen von Mercedes-Benz auf mehr als vier Milliarden US-Dollar – davon entfallen 2,4 Milliarden Dollar auf die aktuelle Erweiterungsphase zwischen 2010 bis 2015.

Fotos: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Dienstag, den 09. September 2014 um 00:10 Uhr  |  2.821 Besuche

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