Nov02
2015

Mercedes-Benz – Wertmeister 2015

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Geschrieben 2. November 2015 von
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Der Mercedes-Benz GLA und die Mercedes-Benz V-Klasse sind als wertbeständigste Fahrzeuge ihres Segments die Wertmeister 2015

Der Mercedes-Benz GLA und die Mercedes-Benz V-Klasse sind als wertbeständigste Fahrzeuge ihres Segments die Wertmeister 2015

Wertverlust eines Mercedes in Herbst und Winter

Zeitloses Design, zukunftsweisende Antriebe, zeitlebens hoher Komfort – ein Mercedes macht seinen Besitzer glücklich. Neuerdings gilt er sogar als Wertmeister 2015 und das zu Recht, denn seine langlebige Qualität beschert seinen Haltern beständige Verkaufserlöse. Doch wie hoch ist der Wertverlust tatsächlich? Und wie läßt sich dieser beeinflussen? Wann ist schließlich der beste Zeitpunkt, um sich von dem Klassiker wieder zu trennen? Wer schon beim Kauf den spezifischen Wertverlust eines Modells berücksichtigt, profitiert erheblich. Wer dann nach einigen Jahren den Winter als Verkaufszeitpunkt wählt, hat zusätzlich einige Hundert Euro mehr im Portemonnaie.

Grundsätzliches zum Mercedes-Restwert

Mit wieviel Wertverlust bei den beliebtesten Mercedes-Modellen zu rechnen ist, wird von renommierten Gebrauchtwagenspezialisten anhand von Händlerverkaufspreisen berechnet. Berücksichtigt werden in der Regel die Basismodelle ohne Extras. Nach den Untersuchungen von EurotaxSchwacke, ist der sportliche Mercedes SLK das wertstabilste Auto am Markt. Beim Verkauf eines zweijährigen Roadsters lassen sich noch rund 83 Prozent des Kaufpreises erzielen. Laut der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) gilt grundsätzlich, dass ein Mercedes, der als Neuwagen gefragt ist, auch als Gebrauchtwagen relativ wertstabil verkauft werden kann. Doch Vorsicht: Der VW-Abgasskandal zeigt, dass sich die Marktsituation schnell wandeln kann, denn Dieselmotoren sind aufgrund der Vorwürfe gegenüber VW plötzlich weniger gefragt. Bei der Wahl des Modells reicht es daher prinzipiell, wenn aktuelle Rankings zum Wertverlust berücksichtigt werden. Prognosen, die etwa in das Jahr 2019 oder weiter reichen, sind hingegen als unzuverlässig einzustufen. Trotzdem sollte beim Kauf schon heute in einen Elektromotor investiert werden, auch wenn es derzeit noch ungewiss ist, welche spezifische Antriebsart sich durchsetzt.

Wie kann der Wertverlust beeinflusst werden?

Entscheidend ist neben der Modellwahl auch die Sonderausstattung. Besonders bei den Limousinen sollte darauf geachtet werden, dass eine möglichst umfangreiche Sonderausstattung gewählt wird. Andernfalls fällt der erwartete Verkaufserlös geringer aus. Zu den klassenüblichen Komfort- und Sicherheits-Extras gehören Klimaanlage, Metallic-Lackierung und Fahrdynamikregelung. Zusätzlich ist eine regelmäßige Pflege und eine professionelle Wartung sowie deren Dokumentation sinnvoll. Ein turnusmäßiger Ölwechsel, Beseitigung von Rost und Inspektionen sind eigenverantwortliche Aufgaben, die spätere teure Reparaturen verhindern können. Autoteile wie Auspuff, Bremsen, Batterie, Lampenanlage, Schläuche und Dichtungen im Motorraum und Reifen stehen im Fokus der typischen Verschleißreparaturen von Mercedes-Werkstätten. Sollte ein Unfall vorgefallen sein, sollte möglichst eine vertrauensvolle Werkstatt gewählt werden, denn besonders Unfall-Reparaturen werden laut ADAC nur unzureichend durchgeführt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Verkauf?

Ratsam ist es, den Verkaufszeitpunkt in den November, Dezember oder Januar zu legen, denn ein in der zweiten Jahreshälfte getätigter Gebrauchtwagenverkauf wirkt sich nachweislich positiv auf den Geldbeutel aus: Die Preise für Gebrauchtwagen ziehen in der dunklen Jahreszeit regelmäßig an und die ungemütlichen Witterungsverhältnisse führen dazu, dass der Wertverlust bei einem Mercedes besonders groß ist. Baumfrüchte wie etwa Kastanien oder Eicheln, aber auch Laub, Salz und nicht zuletzt ein Glätteunfall können den Wert des Fahrzeugs erheblich senken. Das Auto im Herbst zu verkaufen, ist daher die beste Option. Wer dann den maximal erzielbaren Preis in Erfahrung bringen möchte, wendet sich an einen Kfz-Fachmann. Dieser schätzt das Auto akkurat ein, indem er den gegenwärtigen Fahrzeugzustand dokumentiert. Solch eine Autobewertung muss nicht unbedingt kostenpflichtig über den ADAC gebucht werden. Wichtig ist, dass der Autobewerter eine unabhängige Einschätzung des Wertes liefern kann, ohne dass dies mit einem Verkaufszwang in Verbindung steht.

Checkliste zum Verschleiß von Gebrauchtwagen

Wer sich selbst einen Eindruck vom Zustand eines Mercedes verschaffen möchte, kann unsere Checkliste zum Verschleiß von Gebrauchtwagen nutzen. Die Überprüfung folgender Punkte kann Hinweise auf den Zustand des jeweiligen Fahrzeugs bieten und den Besuch einer Mercedes-Werkstatt erforderlich machen:

  • Rost- und Ölspuren
  • rostige sowie angelaufene Scheinwerfer und Blinker
  • gedämpfte Lichtstärke der Scheinwerfer
  • Feuchtigkeit im Kofferraum oder unter den Fußmatten
  • abgefahrene Autoreifen mit nur 4 mm Profil
  • defekte Schläuche und Dichtungen im Motorraum
  • Schaum- oder Ölspuren im Kühlerwasser
  • ungewöhnliche Geräusche beim Motorstart
  • Fehlfunktionen der Kupplung bzw. Automatikschaltung

(Foto: Daimler AG)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 02. November 2015 um 20:06 Uhr  |  1.199 Besuche

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