Jun20
2011
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Glaubt man dem Kalender, dann steht der Sommer vor der Tür. Genau die richtige Zeit um die Sonne zu genießen. Am Besten geht das auf der Straße in einem Cabriolet. Rechtzeitig zur neuen Saison präsentieren sich vier deutsche offene Zweisitzer. Zum Vergleich der Zeitschrift Auto Motor und Sport sind vorgefahren: der neue Mercedes-Benz SLK 350, der Porsche Boxter S, der Audi TTS Roadster und der BMW Z4.

Mercedes-Benz SLK

Mercedes-Benz SLK

Vom Erfinder des neuzeitlichen Klappdach-Cabrios kommt die dritte Generation des Roadsters. Der neue Mercedes-Benz SLK gestattet optional auf Knopfdruck einen Blick durch das Glasdach. Ist das Verdeck offen, verwöhnt der Nackenfön und das Frischluftvergnügen ist nicht mehr an die Laune der Sonne gebunden.

Im Innenraum erwartet den Fahrer ein neues Cockpit. Liebevoll gestaltete Instrumente und chromverzierte Bedienungselemente erfreuen das Auge. In den Kofferraum passen 225 Liter Gepäck, wenn das Verdeck offen ist. Bei geschlossenem Dach gehen beachtliche 335 Liter rein – Bester in diesem Vergleich.

Unter der Haube arbeitet im Mercedes-Benz SLK 350 ein 3,5 Liter V6 der 306 PS leistet. Der Zweisitzer erreicht Tempo 100 nach sechs Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 250 Km/h. Ist der 60 Liter Tank mit Superbenzin gefüllt, kann der SLK 522 Kilometer weit fahren. Durchschnittsverbrauch 7,1 Liter auf 100 Kilometer. In diesem Vergleich hat der SLK den niedrigster Wert bei der CO2-Emission: nur 167g/Km.

Das neue Design des SLK gefiel den Testern auf Anhieb, weniger begeistert hat sie der Klang und die Drehwilligkeit des Triebwerks. Auch haben sie etwas Leidenschaft vermisst. Großes Lob gab es für das Fahrwerk und die Lenkung. Ab 54.430 € ist der neue Mercedes-Benz SLK zu bekommen.

Mit einem 310 PS starkem Sechszylinder Mittelmotor fährt der Porsche Boxster S zu diesem Vergleich. Die Tempo 100 erreicht der Zuffenhausener in 4,9 Sekunden – eine Sekunde schneller als der SLK. Höchstgeschwindigkeit: 272 Km/h – schnellster in diesem Vergleich.

Beim Thema Gepäck steht der Porsche-Fahrer vor einer Herausforderung. Vorne ein kleines Fach und hinten nochmal eins. Zusammen können 280 Liter Gepäck mitgenommen werden – egal ob das Verdeck offen oder geschlossen ist. Der Porsche hat wie auch der Audi ein Stoffverdeck. Bis Tempo 50 kann man es öffnen, nachdem man es von Hand entriegelt hat.

Der Boxster S ist ein reinrassiger Sportwagen. Die Lenkung ist direkt, die Sitzposition perfekt. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet teilweise etwas ruppig und Verdeck hält nur den Regen ab. Motor- und Windgeräusche überhaupt nicht.

64 Liter Super passen in den Tank. Auf 100 Kilometern verbraucht der Boxster am Meisten – 9,4 Liter sind es durchschnittlich. Reichweite: 528 Kilometer – Bester in diesem Vergleich. Beim CO2-Ausstoß ist der Porsche der Schlechteste: 221g/Km kommen aus dem Auspuff. Mit 63.118 € ist der offene Zweisitzer aus Zuffenhausen der Teuerste in diesem Vergleich.

Der Audi TTS ist seiner Ursprungsform weitestgehend treu geblieben. In diesem Vergleich fällt seine Form zwar auf, aber grundsätzlich fehlt ihm, wie fast allen Modellen aus Ingolstadt, die optische Individualität.

Unter der Haube des Ingolstädter arbeitet ein Zweiliter Reihenvierzylinder. 272 PS leistet das Aggregat. Seine Kraft bringt der Audi durch den Allradantrieb auf die Straße. Von null auf Tempo 100 sprintet der TTS in 5,5 Sekunden – schnellster in diesem Vergleich. Höchstgeschwindigkeit: 250 Km/h. Als Einziger benötigt der Audi das teure Super Plus. 60 Liter passen in den Tank. Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometern: 7,9 Liter. 496 Kilometer Fahrt sind möglich. Ein guter Wert bei den CO2-Emissionen: 184g/Km.

Ähnlich wie beim Porsche hat der Audi-Pilot beim Gepäck ein Problem. Egal wie, es passen mickrige 250 Liter Gepäck in den Kofferraum – schlechtester Wert in diesem Vergleich.

Das Stoffverdeck des Audi ist perfekt. Das Cockpit ist ansehnlich. Nur das Navigationssystem ist recht fummelig. Mit 51.550 € ist der TTS der Günstigste in diesem Vergleich.

Vervollständigt wird das Quartett durch den BWM Z4. Wie im SLK leistet das Triebwerk unter der langen Motorhaube des Müncheners 306 PS. Der Dreiliter-Reihensechszylinder mit Turbo braucht recht viel Platz, weshalb der Fahrer fast auf der Hinterachse sitzt und für´s Gepäck kaum Platz übrig bleibt. In den Kofferraum passen bei geöffnetem Verdeck klägliche 180 Liter. Bei geschlossenem Verdeck geht etwas mehr rein: 310 Liter.

Wie der Boxster und der SLK wird der Bayer an den Hinterrädern angetrieben. Von 0 auf 100 geht’s in 5,6 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 250 Km/h. Ähnlich hoch wie beim Boxster sind die Emissionswerte: 210g/Km. Auch der Verbrauch ist recht hoch. neun Liter Super genehmigt sich der Z4 auf 100 Kilometern durchschnittlich. Ist der kleinste Tank in diesem Vergleich (55 Liter) gefüllt, dann kommt der BMW immerhin 451 Kilometer weit.

Mindestens 52.400 € sind für den nervösen Zweisitzer mit einer zickigen und sterilen Lenkung fällig. Positiv: bequeme Sportsitze mit viel Seitenhalt und hochwertiges Cockpit.

Mit 505 Punkten gewinnt der Audi TTS Roadster diesen Vergleich. Er ist der Günstigste, leicht beherrschbar und mit dem besten Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Platz Zwei sichert sich der neue Mercedes-Benz SLK 350. Mit Ihm ist man entspannt und komfortabel unterwegs. Auf den dritten Rang fährt der BMW Z4. Zwar begeistert der starke Motor, aber die Fahreigenschaften verhindern eine bessere Platzierung. Der Porsche Boxster S wird letzter in diesem Vergleich. Er ist der Teuerste und beschert nur ausgesprochenen Sportwagenfans Glücksmomente.

 

Fotos: Daimler AG

 

Den Vergleich Mercedes-Benz SLK mit Porsche Boxster, Audi TT und BMW Z4 können Sie in der Zeitschrift Auto Motor und Sport Nummer 10 vom 21. April 2011 nachlesen.

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Montag, den 20. Juni 2011 um 15:50 Uhr  |  6.331 Besuche

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2 Kommentare zum Beitrag “Vergleich Mercedes-Benz SLK mit Porsche Boxster, Audi TT und BMW Z4”

  1. 1
    Oliver schreibt:

    Ja ja – die fehlende „optische Individualität“. Die wird für Audi so langsam zum Problem. Mal abgesehen von den blinden VW-Fanboys, die Audi selbst dann noch in den Himmel loben, wenn hier nur noch ein Stück Alu mit einer IKEA-Lichterkette angeboten würde, bekommen die Ingolstädter so langsam Gegenwind.

    Selbst in „neutralen“ Automobilforen, wo Mercedes lange als opa-haft und Audi als sportlich angesehen wurde, hat sich die Meinung grundlegend geändert, um nicht zu sagen gedreht. Das neue Design aus Stuttgart kommt immer besser an und die fehlende „optische Individualität“ aus Ingolstadt nervt auch hier immer mehr. „Einfach nur das vorherige Modell zu nehmen und eine LED-Lichterkette ranzukleben, reicht nicht mehr“. Wie wahr …

  2. 2
    Maik schreibt:

    Die Technik ist ok und der Preis stimmt. Nur deshalb gewinnt der TT diesen Vergleich. Bei asiatischen, französischen und einigen italienischen Modellen trifft das auch zu und deshalb muss sich Audi etwas einfallen lassen! Denn bei allen anderen stimmt die Optik auch noch. Wenn sich hier in Ingolstadt nicht bald etwas verändert, dann wird der LED-Einheitslook zum Ladenhüter. Auf keinen Fall sollte aber die Optik bei Seat recycelt werden. Das haben die Spanier wirklich nicht verdient. Schlimm genug das Sie den Oldie A4 noch einmal rausbringen mussten.

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