Nov18
2010
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Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL in den USA. Mit der B-Klasse F-CELL, bringt Mercedes-Benz das erste unter Serienbedingungen gefertigte Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle in die USA. Insgesamt werden bis 2012 insgesamt rund 70 der umweltfreundlichen Fahrzeuge im US-Bundesstaat Kalifornien im Alltagsbetrieb sein.

Pünktlich zur Los Angeles Auto Show präsentiert Mercedes-Benz mit der neuen B-Klasse F-CELL das erste unter Serienbedingungen gefertigte Elek-trofahrzeug mit Brennstoffzelle in den USA. Noch in diesem Jahr werden erste Fahrzeuge, die im Rahmen eines Mietmodells angeboten werden, an ausgewählte Kunden übergeben. 2012 sollen insgesamt rund 70 der umweltfreundlichen Elektroautos im US-Bundesstaat Kalifornien im Alltagsbetrieb fahren.

F-CELL bringt Mercedes-Benz im Modelljahr 2011 als bisher einziger Automobilhersteller ein Zero Emission Vehicle mit Brennstoffzellenantrieb auf die Straße, das von den Behörden EPA (Environmental Protection Agency) und CARB (California Air Resources Board) zertifiziert wurde. Mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern und kurzen Betankungszeiten verbindet die Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL lokal emissionsfreie Mobilität mit Langstreckentauglichkeit und überzeugenden Fahrleistungen. Die technische Basis des Antriebs für die B-Klasse F-CELL bildet das optimierte Brennstoffzellensystem der neuesten Generation. Es ist rund 40 Prozent kleiner als das System in der ebenfalls im US-Praxisbetrieb gefahrenen A-Klasse F-CELL seit 2004, entwickelt aber 30 Prozent mehr Leistung bei 30 Prozent weniger Verbrauch. Die Kalt-startfähigkeit der B-Klasse F-CELL liegt bei minus 25°C.

Bei der aktuellen B-Klasse F-CELL sorgt der 100 kW/136 PS starke Elektromotor, der ein souveränes Drehmoment von 290 Nm schon ab der ersten Umdrehung entwickelt für Fahrspaß und -dynamik auf dem Niveau eines 2,0-Liter-Benziners. Dabei erzielt die B-Klasse F-CELL einen NEDC-Verbrauch (Neuer Europäischer Fahrzyklus) von umgerechnet nur 3,3 Litern Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer. Der Verbrauch entsprechend dem US-Fahrzyklus FTP-combined EPA-Label (Federal Test Procedure) liegt bei 54 mpg.

Die B-Klasse F-CELL basiert auf der Sandwichboden- Architektur, die Mercedes-Benz bereits vor zehn Jahren auch mit Blick auf die Integration alternativer Antriebe eingeführt hat. Der Vorteil: Die Antriebskomponenten liegen geschützt und Platz sparend im Sandwichboden, sodass der Innenraum ohne Einschränkung nutzbar ist und ein Kofferraumvolumen von 416 Litern zur Verfügung steht.

Herzstück der B-Klasse F-CELL ist die neue Generation des Elektroantriebs mit Brennstoffzelle, der kompakt, leistungsfähig, sicher und voll alltagstauglich ist. Die Brennstoffzelle erzeugt den Fahrstrom aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff – direkt im Fahrzeug. Dabei entstehen keine Schad-stoffemissionen, sondern lediglich reines Wasser. Die wesentlichen Antriebs-komponenten sowie die Wasserstofftanks liegen geschützt und Platz sparend im Sandwichboden, so sind Innen- und Kofferraum vollständig nutzbar. Damit realisiert Mercedes-Benz als erster Hersteller den Elektroantrieb mit Brennstoffzelle in einem Serienfahrzeug der Kompaktklasse. Durch die Unterbringung der Tanks im doppelten Unterboden und des Sandwichkonzepts, profitiert auch die Crash-Sicherheit und liegt auf Mercedes-typisch höchstem Niveau.

Das integrierte Sicherheitskonzept der B-Klasse F-CELL trägt den spezifischen Eigenschaften des innovativen Antriebssystems Rechnung. Dabei flossen unter anderem die langjährigen Erfahrungen von Mercedes-Benz mit dem Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aus der A-Klasse F-CELL sowie der Hochvolt-Technologie mit Lithium-Ionen Batterie aus dem S 400 HYBRID ein. Aufgrund des hohen Sicherheitsniveaus gibt es für Brennstoffzellenfahrzeuge von Mercedes-Benz keinerlei Beschränkungen bezüglich der Einfahrt in Tiefgaragen, Parkhäuser oder Tunnels. Aus der Fahrzeugkonfiguration resultiert außerdem ein besonders sicheres und agiles Fahrverhalten.

Der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzelle wird mit 700 bar Druck in den drei Fahrzeugtanks gespeichert. Sie können knapp vier Kilogramm des gasförmigen Kraftstoffs aufnehmen. Die Tanks sind nach außen hermetisch dicht, so dass auch bei längeren Standzeiten des Fahrzeugs kein Wasserstoff in die Umgebung entweicht. Durch den hohen Kompressionsgrad kann die B-Klasse F-CELL große Reichweiten von bis zu 400 Kilometern pro Tankfüllung erreichen, mehr als doppelt so weit wie die A-Klasse F-CELL von 2004. Leere Tanks können dank eines weltweit standardisierten Betankungssystems in weniger als drei Minuten aufgefüllt werden.

Um die Kommerzialisierung Wasserstoff betriebener Fahrzeuge voranzutreiben engagiert sich Mercedes-Benz in der California Fuel Cell Partnership (CaFCP), einem Zusammenschluss von Automobilherstellern, Energieanbietern, Regierungsbehörden und Technologieunternehmen sowie in der neu gegründeten Fuel Cell and Hydrogen Energy Association (FCHEA). Während die CaFCP derzeit den Übergang von einem Demonstrationsprojekt zu einer frühen Vermarktung von Brennstoffzellen-Antriebssystemen auf jeder Ebene vorantreibt, hat der Staat Kalifornien bereits 27 Mio. US-Dollar für die Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur zur Verfügung gestellt, wobei für das Jahr 2011 von weiteren 14 Mio. US-Dollar ausgegangen wird.

Im Ballungsgebiet von Los Angeles gibt es derzeit fünf öffentliche Wasserstoff-Tankstellen, vier weitere werden dort bis Ende 2010 eröffnet, eine zusätzlich in der San Francisco Bay Area.

Eckdaten Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL

  • Rein elektrisch betriebenes Fahrzeug mit rund 400 Kilometer Reichweite im NEDC (Neuer Europäischer Fahrzyklus)
  • Aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff entsteht Strom, der an einen Elektromotor weitergegeben wird
  • Wasser ist die einzige Emission während der Fahrt
  • Flüssigkeitsgekühlter Lithium-Ionen-Akku als Energieträger verfügt über 1,4 kWh Speichervermögen
  • Antrieb erfolgt über die Vorderachse
  • Der familiengerecht konzipierte, voll alltagstaugliche Kompaktwagen verbraucht umgerechnet nur 3,3 Liter Kraftstoff (Dieseläquivalent) je 100 Kilometer im NEDC

(Fotos: Daimler AG)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 18. November 2010 um 10:24 Uhr  |  6.533 Besuche

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