Jul18
2019
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne ( 2 Stimme/n, Durchschnitt: 5,00 von 5 [100,00%])
Loading...


Der Klarlack der S-Klasse basiert auf der Nano-Technologie und ist deutlich kratzfester als herkömmlicher Lack.

Risse und Kratzer im Lack sind für viele mehr nur ein einfacher Schönheitsfehler – sie sind ein absolutes Ärgernis und ein Makel, der auch einen Neuwagen im Wert sinken lässt. Dabei ist der Lackschaden in vielen Fällen gar nicht so schlimm, wie er aussieht oder sich anfühlt. Und mit ein wenig Arbeitsaufwand und natürlich dem richtigen Gerät lassen sich Risse ganz einfach ausbessern.

Polieren statt verzweifeln – wie das Ausbessern von Schäden glänzend funktioniert

Tiefe Kratzer erfordern etwas Farbe und Reparatursets, vor allem dann, wenn der Lack bereits vollkommen weg ist. Dann nämlich ist der Schaden nicht nur kosmetischer Natur, sondern kann auch Rostschäden nach sich ziehen. In solchen Fällen wird aus dem einfachen Kratzer durch Korrosion schnell ein sehr teurer Schaden am Auto.

Das ist aber längst nicht in allen Fällen notwendig, denn oftmals handelt es sich bei Kratzern im Lack nur um oberflächliche Schäden. Der Lack ist in solchen Fällen nicht tief strukturell gefährdet, sondern nur in seiner Optik in Mitleidenschaft gezogen. Solche Schäden lassen sich ganz einfach überpolieren – Autofahrer brauchen nicht mehr als eine einfache Poliermaschine, ein bisschen Polier- und Schleifmittel. Eine abschließende Schicht Lackreiniger sorgt dafür, dass bereits kurz nach dem Bearbeiten vom Schaden keine Spur mehr bleibt. Wie genau das funktioniert, verrät die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Vom Riss zum makellosen Lack in wenigen Schritten

  1. Bevor es an die Politur des Risses geht, ist es wichtig, die betroffene Stelle zu reinigen. Denn der Kratzer und der umliegende Lack müssen sauber und fettfrei sein. Warmes Wasser und Spülmittel sind zwar ausreichend, für ein Plus an Pflege setzen Autoliebhaber jedoch gerne auf Spezialmittel.
  2. Anschließend wird die Stelle mit Autoleder getrocknet, um ein fusselfreies Ergebnis zu erzeugen.
  3. Im nächsten Schritt wird die Politur aufgetragen. Der Wellenschleifer der Poliermaschine sorgt dabei für flächiges, gleichmäßiges und schnelles Auftragen der Politur. Poliermaschinen ähneln nicht zufällig Exzenterschleifern: Beim Polieren selbst handelt es sich um einen sanften Anschliff. Darum ist es wichtig, sanfte Polituren und Lackreiniger mit möglichst hoher Körnung zu nutzen. Auch Kombiprodukte aus Politur und Versiegelung können hier zum Einsatz kommen.
  4. Nach dem Einsatz muss die Politur noch ein wenig auf dem Lack trocknen, ehe sie mit einem Frotteetuch abgerieben werden kann. Gerade Anfänger sollten beim ersten Arbeiten mit der Poliermaschine vorsichtig sein, denn so viel Leistung muss man meistern lernen.

Die passende Maschine finden

Eine gute Anschaffung ist die Poliermaschine in jedem Fall, denn mit ihr lässt sich verwitterter oder verblasster Lack schnell und unkompliziert wieder auffrischen. Ebenso sorgt sie dafür, dass der Lack generell lange Zeit schön und gleichmäßig bleibt.

Selbst Liebhaber von Personenkraftwagen aber kennen sich oft mit Poliermaschinen nicht besonders gut aus. Ein Problem ist das allerdings nicht, denn das Verbraucherportal expertentesten.de hat sich gleich mehrere Poliermaschinen vorgenommen und miteinander verglichen. Auf dem Prüfstand standen Verarbeitung, Nutzerfreundlichkeit, Features, Zubehör und natürlich die Bedienbarkeit. Auch wer selbst noch keine Maschine besitzt, findet mithilfe der Vergleichstabelle das perfekte Gerät, um kleine Kratzer ganz einfach verschwinden zu lassen. Das spart oftmals nicht nur den Gang in die Werkstatt, sondern auch Zeit und Nerven.

Lackschäden adé!

Poliermaschinen sind bei vielen Rissen und Kratzern die bessere Wahl als die Fahrt in die Werkstatt. Das allerdings nur, wenn Kratzer und Lack die gleiche Farbe haben. Geht der Riss bis zur Grundierung, so sollte unbedingt die Werkstatt aufgesucht werden. Um dies besser zu unterscheiden, können Autoliebhaber mit dem Fingernagel über den Kratzer fahren. Bleibt der Fingernagel hängen, steht der Gang in die Werkstatt an. In allen anderen Fällen ist der Schaden eher kosmetischer und kann entsprechend einfach überpoliert werden.

(Foto: Daimler AG)

Mehr aus diesem Bereich:



Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 18. Juli 2019 um 15:12 Uhr  |  284 Besuche

Abgelegt unter Auto allgemein

Tags: , , , ,

Kommentar schreiben oder Diskussion führen



Diesen Beitrag als PDF speichern

RSS-Feed  ·  RSS 2.0 Kommentar-Feed  ·   Trackback  ·   Permalink

Diskutiere oder kommentiere ...





QR Code Business Card