Juli15
2026

EQ-Modelle: Elektromobilität bei Mercedes-Benz

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Geschrieben heute (vor 12 Stunden) von


EQ-Modelle: Elektromobilität bei Mercedes-Benz

EQ-Modelle: Elektromobilität bei Mercedes-Benz

821 Kilometer Reichweite ohne Zwischenstopp, das schafft der EQS 450+ mit seiner 118-kWh-Batterie. Kein anderes Serienfahrzeug kombiniert so viel Effizienz mit echtem Luxus. Die Elektromobilität von Mercedes-Benz ist längst kein Versprechen mehr, sondern eine ausgereifte Realität, die sich in konkreten Fahrdaten messen lässt. Seit der Etablierung der EQ-Submarke ab 2016, abgeleitet aus „Emotion“ und „IQ“ mit dem Slogan Electric Intelligence, hat der Stuttgarter Hersteller ein vollständiges elektrisches Ökosystem aufgebaut, vom kompakten EQT ab 35.793 Euro bis zum G 580 mit EQ-Technologie ab 143.700 Euro.

Eine breite Modellpalette für jeden Bedarf

Die EQ-Reihe deckt heute praktisch jedes Fahrzeugsegment ab. Wer einen alltagstauglichen Kompakt-SUV sucht, findet ihn im EQA, der seit dem 4. Februar 2021 erhältlich ist. Der EQA 250+ leistet 140 kW (190 PS) und schafft bis zu 546 km Reichweite, das reicht für die meisten Pendler locker eine Woche lang. Er beschleunigt in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und lädt in nur 35 Minuten auf 80 Prozent. Ähnlich wie Verbraucher vor einer Entscheidung verschiedene Sportwetten Anbieter vergleichen, lohnt sich auch bei Elektrofahrzeugen ein genauer Blick auf Ausstattung, Reichweite und Ladeleistung. Für Familien mit mehr Platzbedarf bietet der EQB seit Januar 2021 bis zu sieben Sitzplätze, und seine erweiterte Version EQB 250+ erreicht 531 km seit dem Update von 2023. Preis: ab 53.500 Euro.

Im oberen Segment setzt der EQS Maßstäbe. Mit einem cw-Wert von 0,20 gilt er als aerodynamischstes Serienauto der Welt. Seine Länge von 5,22 Metern und ein Radstand von 3,21 Metern schaffen Raumverhältnisse, die selbst große Limousinen aus dem Premiumsegment in den Schatten stellen. Dank 200 Kilowatt Ladeleistung lädt er in nur 15 Minuten 300 Kilometer nach. Das ist kein Marketingversprechen, sondern messbare Effizienz, produziert in der Factory 56 im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen gemeinsam mit der S-Klasse.

Das jüngste Highlight ist der neue CLA mit EQ-Technologie, erhältlich seit Mai 2025. Der CLA 250+ erreicht bis zu 792 km Reichweite, und in 10 Minuten laden sich bis zu 325 Kilometer nach. Für mich persönlich ist das der interessanteste Neuzugang: Kompakt, bezahlbar ab 58.060 Euro, basiert auf einer neuen modularen Architektur mit MB.OS. Für 2026 plant Mercedes-Benz zudem den GLB als weiteres Elektromodell.

Technologie, Laden und echte Vorteile gegenüber dem Verbrennungsmotor

Elektroantriebe liefern nahezu ihr volles Drehmoment ab dem ersten Moment, kein Getriebe mit mehreren Gängen, keine separate Lichtmaschine, keine Leistungsverluste beim Hochdrehen. Das spürt man sofort. Der G 580 mit EQ-Technologie bringt 432 kW (587 PS) auf die Straße und bietet dabei Funktionen wie G-TURN für Drehungen auf der Stelle und G-STEERING für präzises Kurvenfahren, etwas, das kein klassischer Verbrenner-G leisten kann. Beim Bremsen gewinnt das rekuperative System Energie zurück und speichert sie in der Batterie. Das erhöht die reale Reichweite im Stadtverkehr spürbar.

Die Lithium-Ionen-Batterien stammen von der Deutschen Accumotive in Kamenz, einer Tochter der Mercedes-Benz Group. Die Zellen selbst kommen überwiegend von koreanischen Produzenten, denn seit 2015 besitzt Mercedes-Benz keinen eigenen Zellhersteller mehr, ein oft kritisierter Punkt bei der Bewertung der Wertschöpfung. Akkupakete wiegen mehrere 100 Kilogramm, beim EQV sogar 600 Kilogramm. Das beeinflusst Fahrverhalten und Effizienz, bleibt aber bei gut abgestimmten Fahrwerken beherrschbar. Seit 2016 werden ausrangierte Zellen in Batterie-Speicherkraftwerken weitergenutzt.

Für das Laden zuhause empfiehlt sich die Mercedes-Benz Wallbox Home mit bis zu 22 kW Ladeleistung, kompatibel mit Typ-2-Anschlüssen anderer Hersteller. Unterwegs bietet Mercedes me Charge Zugang zu über 400.000 Ladestationen europaweit, mit nur einem Ladevertrag. Das ist ein handfester Vorteil, den Anbieter ohne eigenes Ladenetz nicht bieten können. Wer die Mercedes me App nutzt, checkt Ladestand, Restreichweite und aktiviert die Vorklimatisierung direkt vom Smartphone.

Wie bei guten Wettanbietern kommt es auch beim Elektroauto auf Transparenz und verlässliche Kennzahlen an. Seit dem 1. Januar 2022 hat der WLTP-Prüfzyklus den alten NEFZ vollständig ersetzt, die angegebenen Reichweiten sind realistischer, auch wenn individuelle Faktoren wie Außentemperatur, Fahrweise und Zusatzausstattung die echte Reichweite beeinflussen. Ein ehrliches Bild zu bekommen, ist wichtiger als Hochglanzversprechen.

  1. Reichweite immer nach WLTP prüfen, nicht nach Herstellermarketing bewerten
  2. Ladeinfrastruktur am eigenen Wohnort vorab klären
  3. Rekuperation aktiv nutzen, besonders im Stadtverkehr
  4. Vorklimatisierung an der Steckdose aktivieren, um Reichweite zu schonen

Stärken, Schwächen und Einordnung im Wettbewerb

Gegenüber dem BMW iX oder dem Audi e-tron punkten die elektrischen Modelle von Mercedes-Benz mit dem größten Infotainmentsystem seiner Klasse. Der MBUX Hyperscreen mit bis zu 77 Zoll im EQS und EQE sucht seinesgleichen. Der EQE und EQE SUV gehören laut Herstellerangaben zu den weltbesten Fahrzeugen beim Geräusch- und Vibrationskomfort. Das ist kein Marketingfloskeln: Wer einmal auf der Autobahn im EQS gesessen hat, versteht den Unterschied sofort.

Trotzdem gibt es Kritikpunkte. Die Preise starten selbst beim kompaktesten Modell EQT bei 35.793 Euro. Der EQS liegt ab 109.551 Euro, der EQS SUV ab 110.991 Euro. Das ist eine klare Ansage ans Premium-Publikum, aber kein Angebot für Einsteiger. Zudem wurde der EQC, erstes Serienmodell von 2019, bereits 2023 eingestellt, was Fragen zur langfristigen Modellpflege aufwirft. Die Abhängigkeit von koreanischen Zelllieferanten bleibt ein strategisches Risiko.

Wer auf Hybridlösungen setzt, findet im Portfolio Plug-in-Varianten wie den CLA 250 e Coupé mit nur 0,9 l/100 km kombiniertem Kraftstoffverbrauch, 21 g/km CO2 und Effizienzklasse A+. Mild-Hybrid-Varianten mit 48-Volt-Bordnetz und integriertem Starter-Generator ermöglichen Segeln, Boost und Rekuperation als sinnvolle Zwischenlösung. Die Vision EQXX mit cw-Wert 0,17 und unter 10 kWh pro 100 km zeigt dabei, wohin die Reise technisch führt, 1.000 km Reichweite mit rund 100 kWh Akku sind das langfristige Ziel. Das Vision-Konzeptfahrzeug vom Januar 2022 ist kein Science-Fiction, sondern eine Roadmap für die nächste Fahrzeuggeneration.



Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Mittwoch, den 15. Juli 2026 um 11:07 Uhr  |  55 Besuche

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