Dez15
2013
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Das Feuerwerk an Neuheiten bei Mercedes-Benz, welches in diesem Jahr schon beeindruckend war, geht auch 2014 spektakulär weiter. Sportlich fährt der neue Mercedes-Benz GT AMG vor. Die E-Klasse wird sparsamer und ganz neu präsentiert sich die nächste Generation der C-Klasse. Ein guter alter Bekannter findet dann auch wieder einen Platz unter den Motorhauben mit Stern: der Reihensechszylinder. Neu und modern wird er zusammen mit einem Turbo und wahlweise mit einer Neunstufen-Wandler-Automatik oder einem Schaltgetriebe den V6 ablösen. 2014 wechselt dann auch die neue C-Klasse vom Dreh-Drück-Steller hin zur reinen Touchpad-Bedienung.

Mercedes-Benz C-Klasse Limousine (W205

Blick in den Innenraum der neuen Mercedes-Benz C-Klasse (W205).

Revolution im Innenraum bei Mercedes-Benz. Nach der S-Klasse wechselt 2014 auch die neue C-Klasse (W205) vom Dreh-Drück-Steller hin zur reinen Touchpad-Bedienung. Auch für die neue E-Klasse ist 2016 ebenfalls eine große Touchpad-Lösung mit völlig neuer Menüstruktur sowie eine komplette Neugestaltung der Lenkrad-Bedienung geplant. Statt vieler kleiner Tasten gibt es zwei multifunktionale Rollerbälle und der Fahrer sieht auf dem großen Bildschirm genau, wo sich seine Hand auf dem Pad befindet. Die Bildschirme sollen mindestens in der Größe wie in der aktuellen S-Klasse (W222) werden. Schnelle ARM-Prozessoren, wie bei Smartphones und Radarsensoren mit breiterem Öffnungswinkel, ebnen den Weg für noch weitergehendes teilautonomes Fahren und Einparken, das von außen per Schlüssel initiiert wird. In puncto Vernetzung und Navigationsdarstellung fährt die E-Klasse dann der aktuellen S-Klasse davon. Augmented Reality, also in ein reales Umgebungsbild eingeblendete Navi-Anweisungen, soll Führungspräzision und Informationsqualität gleichermaßen steigern. Noch weiter voraus fährt die neue E-Klasse mit dem haptischen Gaspedal. Dieses soll dem Fahrer mit Gegendruck zur gleichmäßigeren Fahrweise auf der Basis der Navigations-Topografie-Daten führen. Bei entsprechender Nutzung spart dann die neue E-Klasse im Vergleich zum Vorgänger im Schnitt 20 Prozent Sprit. Limousine und T-Modell werden in den Abmessungen kaum wachsen. Beide Modelle fahren mit Luftfederung vor. Coupé und Cabrio werden nicht mehr auf der C-, sondern E-Plattform entstehen und damit vor allem im Fond spürbar mehr Raum als bisher bieten. Das schafft darunter Platz für ein weiteres Cabriolet auf C-Klasse-Basis. Erste Bilder der neuen C-Klasse finden Sie hier.

Damit Mercedes-Benz an die von der EU für 2020 geforderte Flottenemission von 95 Gramm CO2 pro Kilometer herankommt, setzen die Stuttgarter bei der neuen E-Klasse auf höchstfeste Stähle und Alu-Kokillenguss. Das bringt eine Gewichtseinsparung von rund 100 Kilogramm.

Dieses V6-Triebwerk (hier in der neuen S-Klasse) löst im nächsten Jahr der neue und moderne Reihensechszylinder OM656 zusammen mit einem Turbo sowie wahlweise mit einer Neunstufen-Wandler-Automatik oder einem Sechsgang-Schaltgetriebe ab.

Dieses V6-Triebwerk (hier in der neuen S-Klasse) löst im nächsten Jahr der neue und moderne Reihensechszylinder OM656 zusammen mit einem Turbo sowie wahlweise mit einer Neunstufen-Wandler-Automatik oder einem Sechsgang-Schaltgetriebe ab.

OM 656 – der Reihensechszylinder. Demnächst findet er wieder einen Platz unter den Motorhauben mit Stern. Die Gründe für die Rückkehr zum Aggregat mit ausgeglichener Massenverteilung und der damit verbundenen hohen Laufruhe bei Mercedes-Benz sind ganz rational. Das Zauberwort nennt sich Verblockung. Alle Benzin- und Dieselmotoren mit drei, vier und sechs Zylindern können im Lego-Prinzip auf den gleichen 0,5-Liter-Einheiten mit identischem Stichmaß – vulgo Zylinderabstand – aufbauen. Das spart Zeit und Geld bei der Entwicklung und Produktion. Zudem ist die neue Motorengeneration notwendig, weil das aktuelle Kurbelgehäuse die künftig über 650 Nm Drehmoment nicht mehr aufnehmen könnte. Alle Motoren werden durch einen Turbo aufgeladen und hängen sich an eine völlig neue Neunstufen-Wandler-Automatik oder ein Sechsgang-Schaltgetriebe dran.

In den nächsten Jahren zahlt sich auch die Zusammenarbeit mit Tesla für Mercedes-Benz aus. In der neuen B-Klasse stecken Akkus des amerikanischen E-Auto-Pioniers. Mindestens 35 Kilometer surren die neuen Plug-in-Hybride damit rein elektrisch und lokal emissionsfrei. Nach den elektrofreundlichen Verbrauchs-Rechenformeln der ECE R101 drückt das den reinen Verbrennungskonsum bis zu zwei Drittel auf unter drei Liter pro 100 Kilometer.

Mercedes-Benz SLS AMG GT FINAL EDITION (C197) - sein Nachfolger, der GT AMG kommt im nächsten Jahr.

Mercedes-Benz SLS AMG GT FINAL EDITION (C197) – sein Nachfolger, der GT AMG kommt im nächsten Jahr.

500 PS, V8-Biturbo mit vier Liter Hubraum und über 600 Nm zum Kampfpreis von rund 130.000 Euro: Mercedes-Benz GT AMG. Ultradynamisch und elegant zugleich fährt der neue GT mit fahrspaßverheißender 48:52-Gewichtsverteilung und einer rund 1,5 Tonnen schwere Alu-Karosserie vor. Im Innenraum des Frontmittelmotor-Sportwagens erwarten den Fahrer klassische Rundinstrumente und wie in einem Flugzeug-Cockpit hängen Tasten für das Multimediasystem direkt am Dachhimmel. Die Klimaanlagen-Tasten sind in kultig-griffiger Kippschalter-Art ausgeführt. Mit einem Leistungsgewicht von rund drei Kilogramm pro PS verspricht der neue GT AMG eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in weit weniger als vier Sekunden. Über 300 km/h sollten ebenfalls drin sein. Erlkönigbilder vom neuen GT AMG finden Sie hier.

Der GT AMG steht symbolisch für alle neuen Mercedes-Benz, die emotionaler und funktionaler werden wollen. Bis 2020 planen die Stuttgarter 15 Neuheiten, die noch keinen Vorgänger hatten. Unter anderem ist ein S-Klasse Cabriolet und eine C-Klasse-Variante mit Steilheck im Gespräch.

 

Fotos: Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Sonntag, den 15. Dezember 2013 um 21:48 Uhr  |  7.049 Besuche

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