In Norwegen können sich Interessenten jetzt schon ein Elektroauto von Mercedes-Benz sichern und einen EQ C vorbestellen.
Mit einer Anzahlung von etwas mehr als umgerechnet 2.000 Euro (genau: 20.019 Norwegische Kronen) können sich potenzielle Käufer in die Warteschlange einreihen, wie auf der norwegischen Internetseite von Mercedes-Benz zu lesen ist: „Wir werden den Reservierungsbetrag auf einem gesonderten Konto platzieren, aber keine Zinsen auf den Betrag zahlen.“ Doch verloren ist die Anzahlung keineswegs, sie wird mit dem späteren Kaufpreis verrechnet. Ansonsten: „Sie können Ihre Reservierung jederzeit zurückziehen und den gesamten Buchungsbetrag zurückerhalten, sofern Sie keinen Kaufvertrag mit dem Händler abgeschlossen haben“, verspricht Mercedes-Benz Norge. Damit kein schwunghafter Handel mit reservierten Warteplätzen entsteht, darf sich jeder Interessent nur einmal registrieren lassen.
Warum Norwegen, das mit seinen Erdölexporten ein Staatsvermögen von zur Zeit rund einer Billion Euro als Polster für schlechte Zeiten angehäuft hat, als Musterland für die Elektromobilität gilt, liegt auf der Hand: Nirgendwo sonst auf der Welt wird Strom als Treibstoff für die individuelle Mobilität staatlich so stark gefördert wie in der Gegend zwischen Kristiansand und Nordkap. Beim Kauf eines Elektrofahrzeugs entfallen die 25-prozentige Mehrwertsteuer ebenso wie Zoll- oder Abgasgebühren, an vielen öffentlichen Steckdosen ist kostenloses Aufladen möglich, Parken ist oftmals genauso wie die Autobahnmaut umsonst, und für Busse reservierte Fahrspuren dürfen benutzt werden. Das hat zur Folge, dass inzwischen die Ladesäulen knapp werden, weil über ein Drittel aller neu zugelassenen Autos entweder rein elektrisch oder als Hybrid unterwegs sind.
Foto: Daimler AG
