Der Winter ist da. Eis und Schnee verlangen in den nächsten Wochen viel vom Autofahrer und der Technik ab. Wir haben sieben Empfehlungen für Sie, damit Sie gut und sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.
- Den Motor nicht warm laufen lassen
„Motor an, sofort losfahren und jeden Tropfen Benzin zur Fortbewegung nutzen“, so raten es die Experten vom TÜV Süd. Ein kalter Motor ist nach ungefähr vier Kilometern warm gefahren und erreicht dann seine normale Leistung, bei normalem Verbrauch. Deshalb gilt auch: Kurzstrecken vermeiden und etwaige Fahrten zusammenlegen. Und trotzdem sollten Handgriffe wie das Anschnallen oder das Enteisen der Scheibe noch bei ausgeschaltetem Motor stattfinden, um unnötige Emissionen zu vermeiden.
- Die Sitz und Heckscheibe nicht überhitzen
Die Heckscheiben- und die Sitzheizung gehören zwar zu den bescheideneren Spritschluckern, trotzdem sollten sie nur in den ersten Minuten der Fahrt eingeschaltet werden. Ist der Motorwarm und die Heizung gibt genug Wärme ab, bringt eine Sitzheizung kaum zusätzlichen Nutzen. Ähnlich ist es bei der Heckscheibenheizung: Sie sollte nur dann eingeschaltet werden, wenn die Scheibe tatsächlich beschlagen ist.
- Die Klimaanlage nicht zu oft einsetzen
Bei feuchtem Wetter verhindert oder entfernt die Klimaanlage wirkungsvoll den Beschlag von den Scheiben und der kurze Einsatz der Klimaanlage zur Enteisung kostet nach neuesten Erkenntnissen weniger Energie als langer Betrieb der Heckscheibenheizung oder des Gebläses. Wegen des Klimaanlagen-Mehrverbrauchs gilt aber trotzdem: So wenig wie möglich, so oft wie nötig.
- Andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden
Die richtige Beleuchtung am Fahrzeug ist eigentlich das gesamte Jahr über wichtig. Im Winter kommt aber meist noch eine schlechte Sicht hinzu. Diese erfordert des Öfteren den Einsatz der Nebelschlussleuchte. Wann sie ein- und ausgeschaltet werden soll, schreibt der Gesetzgeber vor: Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Nebel und dann ausschließlich bei Sichtweiten unter 50 Metern in Betrieb sein. In solchen Fällen ist darüber hinaus Tempo 50 vorgeschrieben.
- Kein Gepäck stapeln
Bei 130 km/h erhöht eine Dachbox den Spritverbrauch eines Autos durchschnittlich um zwei Liter je 100 Kilometer. Deshalb sollte man den „zweiten Kofferraum“ abmontieren, wenn man ihn nach dem Skiurlaub nicht mehr braucht. Immer wieder entrümpeln gilt auch für alle anderen Ladegüter: Unnötig mitgeführte Dinge im Kofferraum, unter den Sitzen oder in Ablagefächern erhöhen den Spritverbrauch. Und auch Schneeketten müssen nur dann mitgenommen werden, wenn es ins Gebirge geht.
- Die Reifen nicht durchdrehen lassen
Es ist glatt vor der Ampel oder beim Losfahren an einer Steigung? Viel Gas und durchdrehende Räder schädigen nicht nur die Umwelt, sondern sind außerdem ziemlich kontraproduktiv. Wer behutsam Gas gibt und vorsichtig losfährt, schont die Natur, kommt besser vom Fleck und sicher ans Ziel.
- Kein Warten mit laufendem Motor
Wir alle haben es schon einmal getan, und zwar beim Warten auf die Kinder vor der Schule, in der Schlange beim Drive-in oder vor geschlossenen Bahnübergängen: den Motor laufen gelassen. Im Winter ist diese Angewohnheit besonders beliebt. Obwohl die Zeiten der Startprobleme bei modernen Autos längst vorbei sind, ein Fahrzeug in ein paar Minuten nicht drastisch auskühlt und der warme Motor auch im Stand noch gut nachheizen kann.
Fotos: Daimler AG
