Jun23
2011

Wie kam der Erlkönig zu seinem Namen?

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Geschrieben 23. Juni 2011 von
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Die neue Mercedes-Benz M-Klasse im Geländetest.

Die neue Mercedes-Benz M-Klasse im Gelände "erwischt"

In fast jeder Automobilzeitschrift sind Fotos von Ihnen. Meistens wurden Sie „erwischt“ –  die Erlkönige. Woher kommt der Begriff eigentlich? Warum nennt man einen geheimen Auto-Prototyp „Erlkönig“? In der Juni-Ausgabe der Zeitschrift P.M. Magazin wurde die Frage nun beantwortet.

Schon Anfang der 1950er Jahre hielten die Autohersteller ihre Prototypen aus Furcht vor der Konkurrenz geheim. Testfahrten fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Heimlich Fotos von den Testfahrten zu schießen und diese dann sogar zu veröffentlichen, galt als absolut tabu. Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift Auto Motor und Sport Heinz Wieselmann und der Redakteur Werner Oswald waren die Ersten, die sich dennoch dazu entschlossen hatten, Fotos eines Prototypen abzudrucken. Der erste Erlkönig war ein Mercedes-Benz 180.

Wieselmann und Oswald dachten sich zu der Veröffentlichung der Bilder einen kleinen Reim aus und hofften damit die Auto-Hersteller zu besänftigen. Für jeden Prototypen reimten die Beiden das berühmte Goethe-Gedicht vom Erlkönig um. Die erste Zeile ist allgemein bekannt: „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind.“ Die beiden Redakteure reimten zum Beispiel für den Mercedes-Benz 180: „Wer fährt so rasch durch Regen und Wind? Ist es ein Straßenkreuzer von drüben, der nur im Umfang zurückgeblieben oder gar Daimlers jüngstes Kind?“

Als Überschrift für ihre kleinen Gedichte verwendeten die Journalisten dann  jedes Mal „Erlkönig“. Dieser Ausdruck machte Schule und findet sich auch heute noch über den Fotos von Prototypen.

Der Mercedes-Benz SLK beim Hitzetest im Death Valley (USA). Stark getarnt - ein Erlkönig

Der Mercedes-Benz SLK beim Hitzetest im Death Valley (USA). Stark getarnt - ein Erlkönig

Fotos: Daimler AG

Den Artikel zum Thema „Erlkönig“ können Sie in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift P.M. Magazin nachlesen.

 

 

 

 

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Donnerstag, den 23. Juni 2011 um 08:50 Uhr  |  10.729 Besuche

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