Mercedes-Benz streicht ein Modell aus seinem Produktangebot. Zwölf Jahre nach dem Produktionsstart ist das Ende für die Mercedes-Benz R-Klasse (W251) gekommen. Die zuletzt noch in China verkaufte Großraumlimousine wird nur noch bis Ende September produziert.
Zwölf Jahre nach Produktionsstart hat der Daimler-Konzern das Aus für die Mercedes-Benz R-Klasse besiegelt. „Die Produktion wird eingestellt“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal auf Nachfrage der Automobilwoche.
Eine Konzern-Sprecherin ergänzte, dass die Großraumlimousine noch bis September 2017 gefertigt und bis Ende 2018 in China ausgeliefert werde. Chinesische Kunden mit dem Wunsch nach einem Siebensitzer sollen künftig mit dem GLS (X166) und der V-Klasse (W447) bedient werden.
Nach 12 Jahren: Produktionsende der Mercedes-Benz R-Klasse Foto: Die erste Generation der R-Klasse (W251) 2005 – 2010
Erstmals vorgestellt hatte Mercedes-Benz die R-Klasse 2005 auf der New York International Auto Show. Positioniert war das Modell als Großraumlimousine für die Oberklasse, quasi eine S-Klasse im Crossover-Format. Die technische Plattform lieferte die M-Klasse.
Angeboten wurde die R-Klasse in zwei Radständen. Zunächst war nur eine 4+2-Sitzkonfiguration zu haben, später wurde die R-Klasse auch als Siebensitzer zu haben.
2010 erhielt das Crossovermodell im Rahmen eines großen Facelifts eine komplett neue Front und neue Motoren. Motorisiert war die R-Klasse mit Turbodieselmotoren und -benzinern mit einem Leistungsspektrum von 190 bis 510 PS. Top-Modell war der R63 AMG mit einem V8 Motor mit 6,3 Liter Hubraum, der die R-Klasse auf 250 km/h beschleunigte. Geschaltet wurde per Automatik mit sieben Gängen. Die R-Klasse war, je nach Motorisierung, mit Allradantrieb oder reinem Hinterradantrieb zu haben.
Gefertigt wurde die R-Klasse seit Produktionsbeginn im Mercedes-Benz Werk in Alabama USA. Von 2005 bis Anfang 2017 wurden etwa 200.000 Fahrzeuge produziert.
Fotos: Daimler AG
