Derzeit testet Mercedes-Benz im hohen Norden eine neue gepanzerte Version der G-Klasse – das LAPV 6.1 (Light Armoured Patrol Vehicle) – Enok. Mit brachialer Optik und Panzerung soll die Militärversion zum Beispiel beim Kommando Spezialkräfte in Dienst gehen.
Der neue LAPV 6.1, auch Enok genannt, ist der verbesserte Nachfolger des bereits im Einsatz befindlichen Enok 5.4. Die überarbeitete Version kommt mit einer höheren Bodenfreiheit. Diese garantiert im Einsatz einen besseren Schutz gegen Minen. Zum Einsatz kommen beim gepanzerten G-Modell Portalachsen, die mit riesigen 37-Zoll-Reifen bestückt sind.
An der Entwicklung des Enok 6.1 (6,1 Tonnen Gesamtgewicht, 1,3 Tonnen Nutzlast, Portalachsen, verbesserte Panzerung) sind die süddeutschen Firmen ACS und LeTech beteiligt. Während ACS mit dem Bau von Sonderschutzfahrzeugen und dem Enok 5.4 eher nur in Expertenkreisen bekannt ist, kommt LeTech „normalen“ Offroadern schon bekannter vor: die Firma beschäftigt sich mit Umbauten von Mercedes G-Modellen und liefert die Portalachsen für den Enok 6.1, welche sich auch unter zivile G-Modelle schrauben lassen.
Zum Einsatz kommt der Enok bei der Bundeswehr in vier Ausführungen: als Pickup, geschlossener Transporter, als MedEvac-Fahrzeug für den Sanitäts-Einsatz und als Transporter mit ungeschützter, überplanter Ladefläche.
Zusätzlich zu den bereits im Einsatz befindlichen Enok 5.4 (137 Stück) wurde nun der Auftrag für weitere 84 Enok 6.1 erteilt, die bis 2017 ausgeliefert werden sollen. Der Bundeswehr-Auftrag hat Berichten zufolge ein Volumen von rund 56,3 Millionen Euro – was einem Enok-Stückpreis von rund 670.000 Euro entsprechen würde. Seine Verwendung soll der neue Enok 6.1 in erster Linie beim Kommando Spezialkräfte (KSK) finden, weitere Einheiten werden für Patrouillendienste eingesetzt.
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