Jul28
2017
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T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4x4²

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4×4²

Wer dieses Auto fährt, hat kein Ziel, sondern eine Mission. Zumindest fühlt es sich so an, wenn man in der abenteuerlichen E-Klasse All-Terrain 4×4² Platz nimmt. Das Magazin Auto Motor und Sport ist offroad mitgefahren.

Das Phänomen eines Pseudo-Offroad-Modells kennt man aus dem Portfolio vieler Hersteller. Ein bisschen höher gemacht, Plastikbeplankung drangeklebt und fertig ist der vermeintliche Geländegänger. Es geht aber auch anders. Ganz anders, wie Mercedes-Benz nun mit der E-Klasse beweist. Die Idee für den Extrem-Kombi hatte Entwicklungsingenieur Jürgen Eberle. „Mir hat das reguläre All-Terrain-Modell schon Spaß gemacht, aber ich war der Meinung, da geht noch was.“, sagt der 40-Jährige.

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4x4²

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4×4²

Und da ging in der Tat noch was: Satte 420 Millimeter thront der Wagen über dem Boden – nur 18 Millimeter tiefer als ein G 4×4². Was dahintersteckt, ist bis dato eine technische Einzigartigkeit. Mit einem kleinen abteilungsübergreifenden Team ist es Eberle gelungen, das von Unimog und G 4×4² entliehene Prinzip der Portalachse so mit einer Mehrlenkerachse zu kombinieren, dass die Räder auch beim Einlenken nirgends anstoßen – trotz ihrer gewaltigen Größe von 285/50 R 20. Ein Hilfsrahmen vorne und Anpassungen am Hinterachsträger bilden die Aufnahmepunkte. Das Einsteigen fällt mangels Trittbrettern nun zwar etwas schwerer als in einen üblichen E Kombi, doch immerhin liegt die Wagenbreite bei straßenverkehrstauglichen 2,10 Metern.

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4x4²

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4×4²

Im Straßenverkehr wird der Gelände-Kombi trotzdem nicht auftauchen. Vorerst bleibt es beim Einzelstück, das als Anschauungsobjekt für das technisch Machbare konzipiert wurde. „Wenn die Resonanz stimmt – wer weiß, was kommt. Wir wollten zunächst zeigen, was überhaupt möglich ist“, sagt Baureihen-Chef Michael Kelz, über dessen Schreibtisch das zunächst auch intern inoffizielle Projekt gegangen ist.

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4x4²

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Auf dem künftigen Prüf- und Testgelände in Immendingen fuhr das Magazin Auto Motor und Sport mit dem All Terrain 4×4² und prüfte, was der Kraxler wirklich draufhat. Ergebnis: Kein Hügel, Hang oder Stein stoppte den hochgebockten Nobel-Kombi. Dabei wirkte es schon fast surreal in der gehobenen Ausstattung einer E-Klasse (Basis ist hier das 400-Modell mit Sechszylinder-Benziner) durch Staub und Geröll zu pflügen, während man sich im Massagesitz räkelt. Leider gibt es keinen Fluss in der Nähe, aber die Wattiefe von 500 Millimetern nimmt man dem All-Terrain 4×4² auch so ab.

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Vom ersten Gedanken bis zur ersten Probefahrt vergingen rund sechs Monate, die Konstruktion allein stemmte das Team binnen sechs Wochen. „Die Mithilfe der Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen hat den Prozess wirklich beschleunigt“, resümiert Eberle. So stammen die verbreiterten Kotflügel beispielsweise aus einem 3D-Drucker der Rapid Prototyping-Abteilung, während die angepassten Antriebswellen von einem AMG-Mitarbeiter kommen.

Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde eine Grundsatz-Frage vieler Autokäufer für die Zukunft vielleicht beantwortet: Kaufe ich einen Kombi oder einen SUV?

T-Modell extrem: Mercedes-Benz E-Klasse All Terrain 4x4²

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Fotos: Deniz Calagan, Dirk Weyhenmeyer

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Freitag, den 28. Juli 2017 um 00:05 Uhr  |  451 Besuche

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