860 Millionen Euro Zusatzeinnahmen durch die neue Pkw-Maut – damit rechnet der Verkehrsminister. Die kommt ab 2016. Jeder der auf deutschen Straßen unterwegs ist, muss zahlen. Das Jahresticket kostet bis zu 112 Euro.
Anfang 2016 soll die Gebühr für das gesamte Straßennetz erhoben werden. Das heißt, bei jedem Grenzübertritt nach Deutschland, egal auf welcher Straße, wird die Pkw-Maut fällig. Die Maut gilt dann für alle Kraftfahrzeuge unter 3,5 Tonnen, also auch für Motorräder. Zahlen müssen dann alle, die auf deutschen Straßen fahren: Ausländer und Deutsche. Allerdings werden Inländer bei der Kfz-Steuer entlastet. Hier sollen Freigrenzen in Höhe der Pkw-Maut eingeführt werden. Das heißt, die Kfz-Steuer eines jeden Autobesitzers soll exakt um jenen Betrag gesenkt werden, der für eine Jahresvignette fällig wird. Kostentechnisch bleibt alles wie gehabt für deutsche Autobesitzer, lediglich die Rechnung ist dann neu. Zahlt man zum Beispiel heute 242 Euro Kfz-Steuer im Jahr*, so werden ab 2016 dann „nur“ 137,50 Euro Kfz-Steuer plus 104,40 Euro Pkw-Maut berechnet. Das Endergebnis bleibt wie gewohnt bei 242 Euro Jahreskosten.
Deutsche Autobesitzer werden die Jahresvignette automatisch per Post erhalten. Auch die Berechnung der Mauthöhe und die Verrechnung mit der Steuer sollen automatisch stattfinden. Für Ausländer gibt es ab 2016 dann drei Optionen: die Kurzzeit-Vignette für 10 Tage (10 Euro), das für 20 Euro die Vignette für 2 Monate oder individuelle Jahresvignetten (nur online erhältlich). An Tankstellen sind Vignetten stets zum Maximalpreis erhältlich (103,04 Euro für Benziner, 112,35 Euro für Diesel). Steuerbefreite Pkw sollen von der neuen Maut befreit sein.
Ab 2016: Pkw-Maut in Deutschland. Zahlt man zum Beispiel heute 242 Euro Kfz-Steuer im Jahr*, so werden ab 2016 dann „nur“ 137,50 Euro Kfz-Steuer plus 104,40 Euro Pkw-Maut berechnet. Das Endergebnis bleibt wie gewohnt bei 242 Euro Jahreskosten.
Foto: Daimler AG, Homepage: www.verkehrsschilder.de
*Beispiel für Pkw Diesel
