Mai09
2012
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Mercedes-Benz Typ SSK 27/170/225 PS (Baureihe W 06, 1928 bis 1930). ADAC Eifelrennen 2011, "Elefanten-Rennen" am 11. September 2011. Am Steuer der spätere Sieger Roland Asch.

Mercedes-Benz Typ SSK 27/170/225 PS (Baureihe W 06, 1928 bis 1930). ADAC Eifelrennen 2011, "Elefanten-Rennen" am 11. September 2011. Am Steuer der spätere Sieger Roland Asch.

Immer wieder gibt es in der Geschichte von Mercedes-Benz Fahrzeuge mit einer faszinierenden Strahlkraft bis in die heutige Zeit. Das gilt in besonderem Maß für die legendären Kompressor-Sportwagen der Typen S, SS (W 06) und SSK (W 06 II) der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre. Sie gehören zu den wenigen Fahrzeugen, die zum Mythos in der Geschichte des Automobils geworden sind. Mit einem Mercedes-Benz SSK startet Klaus Ludwig im Juni 2012 beim „Elefantenrennen“ im Rahmen des ADAC-Eifelrennens auf dem Nürburgring.

Damit erinnert Mercedes-Benz Classic insbesondere an den ersten Sieg eines Mercedes-Benz Kompressor-Sportwagens am 19. Juni 1927 beim Eröffnungsrennen des Nürburgrings. Im Jahre 1927 erzielten Rudolf Caracciola und Adolf Rosenberger auf dem Mercedes-Benz Typ S einen überragenden Doppelsieg und legten den Grundstein für zahlreiche Rennerfolge in der Geschichte der Kompressor-Sportwagen.

Was 1927 mit dem Typ S – S stand für „Sport“ – beginnt, setzt Mercedes-Benz ein Jahr später fort mit dem leistungsgesteigerten Typ SS – für „Super Sport“ –, von dem insgesamt 257 Einheiten produziert worden sind. Ende 1928 wird er für Bergrennen noch einmal modifiziert, so entsteht die legendäre Modellbezeichnung SSK – für „Super Sport Kurz“. Diese Modifikation sieht in erster Linie eine Verkürzung des Fahrgestells eines Typs S auf einen Radstand von 2.950 Millimetern vor. Darüber hinaus erhält das kurze Chassis den neuen 7,1-Liter-Motor.

Seiner Herkunft nach hätte der SSK also eigentlich „SK“ heißen müssen; andererseits unterstreicht der hubraumstärkere Motor die Verwandtschaft zum SS und legt die Bezeichnung SSK nahe. Der SSK ist übrigens mit dem 42 Millimeter niedrigeren Kühler des Typ S ausgerüstet, trägt allerdings, wie schon der SS, die neuere Version des Markenzeichens: einen einzelnen weiß emaillierten Stern innerhalb eines blau unterlegten Lorbeerkranzes. Beide Modelle, vor allem aber der SSK, bestreiten in der Folgezeit nicht nur einen Großteil des Rennsport-Engagements des Daimler-Benz Werksteams, sondern werden auch von zahlreichen Privatfahrern mit großem Erfolg eingesetzt. Der sicherlich größte Erfolg ist 1931 jener von Rudolf Caracciola, als er zusammen mit Wilhelm Sebastian auf einem SSKL den Gesamtsieg der Mille Miglia erringt.

Beim ADAC-Eifelrennen 2010 feiert das „Elefantenrennen“ nach 80 Jahren ein grandioses Revival, das auch im Jahr 2011 die Zuschauer begeistert. In diesem Jahr wird der legendäre Mercedes-Benz Kompressor-Sportwagen SSK an das Eröffnungsrennen erinnern.

Beim ADAC-Eifelrennen 2010 feiert das „Elefantenrennen“ nach 80 Jahren ein grandioses Revival, das auch im Jahr 2011 die Zuschauer begeistert. In diesem Jahr wird der legendäre Mercedes-Benz Kompressor-Sportwagen SSK an das Eröffnungsrennen erinnern.

Für die Rennsportwagen des Werksteams mobilisiert Motoren-Konstrukteur Albert Heeß die letzten Reserven des Triebwerks. Mit dem größeren der beiden Wettbewerbskompressoren – hausintern „Elefant“ genannt – werden auf dem Prüfstand 310 PS (228 kW) gemessen. Dieser Lader ist für den Kurzstreckeneinsatz konzipiert, beispielsweise bei Bergrennen. Er kann permanent mitlaufen, während der Kompressor sonst üblicherweise durch volles Durchtreten des Gaspedals über einen Druckpunkt hinaus zugeschaltet wird. Über ein Gestänge, das der Pilot mit einem arretierbaren Hebel unterhalb des Lenkrads betätigt, kann der Kompressor dieser Ausführung eingekuppelt und wieder abgeschaltet werden.

Technische Daten Mercedes-Benz Typ SSK 27/170/225 PS

Produktionszeitraum: 1928-1930
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 170 PS (123 kW), mit Kompressor 225 PS (166 kW) bei 3.300/min

Mit einem Mercedes-Benz SSK startet Klaus Ludwig im Juni 2012 beim „Elefantenrennen“ im Rahmen des ADAC-Eifelrennens auf dem Nürburgring.

Mit einem Mercedes-Benz SSK startet Klaus Ludwig im Juni 2012 beim „Elefantenrennen“ im Rahmen des ADAC-Eifelrennens auf dem Nürburgring.

Der Einstieg in den Motorsport gelingt Klaus Ludwig über Slalomrennen, Orientierungsfahrten und Tourenwagenrennen in den Jahren 1970 bis 1973. Vordere Plätze bei der Deutschen Rennsport-Meisterschaft sowie deren Gewinn 1979 und 1981 folgen, außerdem drei Siege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in den Jahren 1979, 1984 und 1985.

1988 gewinnt er auf Ford die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und wechselt 1989 zum AMG-Mercedes Team, mit welchem er in den folgenden fünf Jahren insgesamt 19 Siege erzielt. Die Krönung seines Einsatzes sind der Fahrertitel der Meisterschaften in den Jahren 1992 und 1994 sowie die Vizemeisterschaft im Jahr 1991. 1995 und 1996 startet Ludwig in der DTM im Opel Team Rosberg.

1997 und 1998 fährt Klaus Ludwig wieder für Mercedes-Benz, diesmal in der FIA-GT-Meisterschaft, deren Gesamtwertung er 1998 zusammen mit Ricardo Zonta gewinnt. In der ersten Saison der neuen DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) gewinnt er im Jahr 2000 als bislang ältester Sieger eines der Rennen und beschließt die Saison mit Platz 3 in der Gesamtwertung auf Mercedes-Benz CLK. Nach Abschluss der Saison beendet er seine aktive Karriere als Profi-Rennfahrer.

 

Fotos Daimler AG

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Geschrieben von Maik Jürß
Erschienen am Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 16:54 Uhr  |  1.333 Besuche

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